HomeBeiträge
Uraufführung: "Kafka" - Nach Franz Kafka - Theater am Domhof OsnabrückUraufführung: "Kafka" - Nach Franz Kafka - Theater am Domhof OsnabrückUraufführung: "Kafka" -...

Uraufführung: "Kafka" - Nach Franz Kafka - Theater am Domhof Osnabrück

Premiere am Samstag, 26.10.2019, 19.30 Uhr, 30 Minuten vor der Vorstellung findet eine Einführung im Oberen Foyer statt.

Mit dem fiktiven Thriller Kafka erschafft Schauspieldirektor Dominique Schnizer ein szenisches Universum basierend auf Kafkas Erzählungen, Tagebüchern und Briefen, mit dem Romanfragment Der Prozess im Zentrum des Geschehens. Entlang der Schwerpunkte Arbeitswelt, Gesetz und Recht sowie der künstlerischen Lebensform wurde die poetische, albtraumhafte und spannende Uraufführung entwickelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Kafkas faszinierenden und zugleich unheimlichen Geschichten scheinen die Helden ihm selbst ähnlich – einsam und sensibel, von einer geheimnisvollen Macht angegriffen und verurteilt. Der übermächtige Vater spielt eine wichtige Rolle, genauso wie das 20. Jahrhundert selbst, das mit Industrialisierung und Erstem Weltkrieg seinen Lauf nimmt. Menschen geraten in die Mechanismen eines gewaltigen Apparates, dem sie ausgeliefert sind.

Einem Mann namens Kafka wird also der Prozess gemacht. Doch die Anklage bleibt unklar, der Anwalt dubios, K.s Schuld scheint bereits festzustehen. Dabei führt er ein geregeltes Leben, arbeitet für eine Versicherung und steigt in der Firma auf. Der 1883 in Prag geborene Franz Kafka hat jahrelang selbst bei einer Versicherung gearbeitet und zugleich in der elterlichen Fabrik mitgewirkt. Die Parallelen zwischen Kafkas Leben und seinen Erzählungen werden in der Uraufführung deutlich und zeigen eine Hauptfigur, die in allen Welten fremd zu sein scheint.

Inszenierung Dominique Schnizer
Bühne, Kostüme Christin Treunert
 Musik Ernst Bechert
Dramaturgie Karin Nissen-Rizvani

Kafka Philippe Thelen
Der Mann Thomas Kienast
Die Frau Cornelia Kempers
Die Klavierspielerin Hannah Walther
Der Direktor Klaus Fischer
Die Angestellte Katharina Kessler
Der Kollege Julius Janosch Schulte
Der Kaufmann Johannes Bussler
Der Advokat (Borek) Andreas Möckel

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑