Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: "Flashdance" - Das Musical - Städtische Theater ChemnitzDEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: "Flashdance" - Das Musical - Städtische Theater...DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG:...

DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: "Flashdance" - Das Musical - Städtische Theater Chemnitz

Premiere am 20. September 2014, 19.30 Uhr im Opernhaus Chemnitz. -----

Alex Owens, eine junge Frau aus Pittsburgh, hat einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Im Moment arbeitet sie als Schweißerin in einem der letzten von der Krise verschonten Stahlwerke der Stadt. Zeit zum Tanzen bleibt ihr nur nachts im „Harry’s“, einer heruntergekommenen Bar.

Um als Tänzerin mehr zu erreichen, müsste Alex an eine richtige Ballettschule gehen. Doch die Aufnahmebedingungen sind hart. Sie zweifelt – und erhält Zuspruch aus unerwarteter Richtung: von ihrem Chef, dem Fabrikantensohn Nick Hurley. Er ist in sie verliebt und fasziniert von ihrer tänzerischen Begabung. Obwohl Alex die Beziehung zu einem Millionenerben kritisch sieht, gibt sie ihren Gefühlen für Nick nach. Das Glück scheint perfekt, als sie von der Ballettschule eine Einladung zum Vortanzen erhält – bis sie erfährt, dass Nick das Vortanzen erkauft hat. Tief gekränkt will sie den Termin absagen, doch am Ende siegt ihre Leidenschaft für den Tanz.

 

Der Film

In den 1980er Jahren waren Tanzfilme groß in Mode; „Saturday Night Fever“ und „Fame“ hatten sofort eine riesige Fangemeinde, „Dirty Dancing“ konnte diesen Erfolg später noch um einiges toppen. Auch der junge Markt der Musikvideos, der besonders vom Sender MTV bedient wurde, fand immer mehr Anhänger. Der Film „Flashdance“, der auf einer wahren Geschichte über eine junge Frau in Toronto beruht, wurde 1983 zum Kassenschlager und spielte weltweit mehr als 100 Millionen Dollar ein. Der Titelsong „What A Feeling“ war auf Anhieb ein Nummer-Eins-Hit und gewann einen Oscar, den Golden Globe und den Emmy Award. Songs wie „Maniac“, „Gloria“, „Manhunt“ und „I Love Rock’n’Roll“ waren nicht weniger erfolgreich und stehen auch heute noch in den Charts vieler Radiosender. In der Rolle der Alex wurde Jennifer Beals über Nacht zum Weltstar. Tausende verehrten sie wegen ihrer Tanzkünste, dabei waren gerade die ein Trick der Produzenten, denn beim berühmten Schlusstanz zur Musik von „What A Feeling“ tanzte sie nicht selbst, sondern wurde von zwei Tänzerinnen und einem Tänzer gedoubelt. Das tat aber ihrem Ruhm keine Abbruch: Sie war das Idol vieler junger Mädchen in dieser Zeit.

 

Das Musical

„Flashdance – Das Musical“ erlebte 2008 am Theatre Royal in Plymouth seine umjubelte Uraufführung. Es folgte eine Tour in Großbritannien, eine 16-wöchige Aufführungsserie im Londoner West End sowie eine US-Tour mit dem Broadway-Debüt. Im November 2013 fand die deutschsprachige Erstaufführung im Le Théâtre Kriens-Luzern statt. Die Oper Chemnitz zeigt „Flashdance – Das Musical“ erstmalig in Deutschland. Und das alles live und ohne Doubles. Zusätzlich zu den Film-Hits schrieben Robbie Roth und Robert Cary eine ganze Reihe weiterer, brandneuer Songs für die Bühne.

 

Der Hintergrund

Wie der Film spielt auch das Musical in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania in den 1980er Jahren. Die Stadt hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Stahlindustrie entwickelt. Infrastruktur und Einwohnerzahl explodierten innerhalb weniger Jahre. Doch Mitte des 20. Jahrhunderts zeigte sich ein langsamer Niedergang der Stahlproduktion, bis in den 1970er Jahren die große Stahlkrise dem einstigen Erfolg endgültig ein Ende setzte. Die wenigen Arbeitsplätze in den letzten verbleibenden Stahlwerken waren hart umkämpft. Insofern sind die Musicalgeschichte der jungen Alex Owens und die Entlassungswelle im Stahlwerk nicht nur fiktive Bühnenhandlung, sondern durchaus realer Hintergrund.

 

Das Regieteam

Tom Bitterlich (Musikalische Leitung)

ist gebürtiger Chemnitzer. 1998-2003 studierte er Musiktheater-Korrepetition in Dresden. Danach wurde er als Solo-Repetitor ans Opernhaus Chemnitz engagiert. Hier leitete er bereits Vorstellungen der Musicals „FMA – Falco Meets Amadeus“, „Der kleine Horrorladen“, „Evita“, „Aida“, „Der Zauberer von Oss“ und „PlayMe“ sowie im Schauspielhaus Chemnitz die „Dreigroschenoper“. In „Hexe Hillary geht in die Oper“ und „Die Zauberflöte – für Kinder“ ist er nicht nur musikalischer Leiter, sondern verkörpert auch die Rolle des Pianisten. Einen größeren Ausflug ins darstellende Fach unternahm er als Baby John in der „West Side Story“. 2013/2014 leitete er „Funny Girl“ am Opernhaus Chemnitz, 2014/2015 folgt „Flashdance“.

 

Götz Hellriegel (Inzenierung und Chorerografie)

war nach seiner Ausbildung zum Tänzer und Schauspieler in Paris, New York und Berlin u. a. am Theater des Westens engagiert. Er choreografierte mehr als 50 Musiktheaterproduktionen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Jüngste Regiearbeiten führten ihn für „The Who‘s Tommy“ nach Bielefeld und für die Deutsche Erstaufführung von „Toi c‘est moi“ nach Gera-Altenburg. Im September 2014 bringt er die Deutsche Erstaufführung von „Flashdance – Das Musical“ an der Oper Chemnitz als Regisseur und Choreograf auf die Bühne. Danach übernimmt er am Staatstheater Wiesbaden die Choreografie für Bernstein „Candide“. Seit 1991 ist Götz Hellriegel Dozent für Musicaltanz an der Universität der Künste Berlin.

 

Buch von Tom Hedley und Robert Cary, Musik von Robbie Roth

Liedtexte von Robert Cary und Robbie Roth

Deutsche Übersetzung von Anja Hauptmann

 

Musikalische Leitung: Tom Bitterlich

Inszenierung und Choreografie: Götz Hellriegel

Bühne und Kostüme: Dietlind Konold

 

Mit: Nadja Scheiwiller (Alex Owens), Philipp Dietrich (Nick Hurley), Ira Theofanidis (Gloria), Tamara Wörner (Kiki), Anne-Mette Riis (Tess), Michael Heller (Jimmy), Andreas Kindschuh (C.C.), Muriel Wenger (Ms. Wilde / Louise), Sylvia Schramm-Heilfort (Hannah), Roland Glass (Jarry), Peter Heber / Stephan Hönig (Joe), Fabian-Joubert Gallmeister / Richard-Salvador Wolff (Andy); außerdem: Musicalensemble, Tänzer des Ballett Chemnitz, Breakdancer sowie Mitglieder des Studio W.M.

 

Die nächsten Vorstellungen sind am 26. September, 19.30 Uhr sowie am 28. September,

15.00 Uhr.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 27 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑