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Max-Grünebaum-Preis in Cottbus zum 18. Mal an Künstler und Wissenschaftler verliehen

Die Max Grünebaum-Stiftung würdigte am Sonntag, 26. Oktober 2014, in Cottbus Künstler des Staatstheaters Cottbus mit einem Max-Grünebaum-Preis und einem Förderpreis. Zwei Max-Grünebaum-Preise sowie einen Förderpreis erhielten Nachwuchswissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU Cott-bus-Senftenberg)

Diesjähriger Max-Grünebaum-Preisträger des Staatstheaters Cottbus ist der Tänzer Stefan Kulhawec. Den Karl-Newman-Förderpreis erhielt die Solorepetitorin Bo-Kyoung Kim.

 

Der Max-Grünebaum-Preis, der in diesem Jahr zum 18. Mal vergeben wurde, ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Die Förderpreisträgerin des Staatstheaters erhielt eine Theaterreise nach London.

 

Die Preisverleihung fand im Rahmen eines öffentlichen Festaktes im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus im Beisein der Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburgs Dr. Martina Münch und des designierten Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus Holger Kelch statt.

 

Die Preisträger des Staatstheaters Cottbus 2014

 

Max-Grünebaum-Preisträger Stefan Kulhawec ist festes Mitglied im Ballett des Staatstheaters Cottbus.

 

Der 1992 in Australien geborene Tänzer studierte von 2006 bis 2011 an der renommierten Australian Ballett School in Melbourne Tanz. In der Spielzeit 2011/2012 gastierte er am Theater Dortmund in der Produktion „Schwanensee“ von Xing Peng Wang. Seit September 2012 ist Stefan Kulhawec festes Mitglied im Ballett des Staatstheaters Cottbus und fand mit seiner Gestaltung des Romeo in Ralf Rossas Version des Prokofjew-Balletts „Romeo und Julia“ sofort viel Anklang bei Publikum wie Kritik.

 

Seitdem war er in sechs weiteren eigenständigen Produktionen des Cottbuser Balletts und in vielen Inszenierungen der Sparte Oper zu erle-ben. Er übernahm 2012 die Rolle des Brighella in Giorgio Madias Tanz-komödie „Harlekin“ für alle ab 5 und stieg in den überaus erfolgreichen Sinatra-Abend „Songs for Swinging Lovers“ ein. Zu sehen ist er zurzeit in der Uraufführung von Adriana Mortelliti „Berührungen. Eine Balkan-Rhapsodie“ (2013), in einem zweiteiligen Ballettabend (2014) mit den beiden Stücken „Pieces of Nyman“ (Choreographie: Adriana Mortelliti) und „Purcell Pieces“ (Choreographie: Nils Christes), Lars Scheibners „Le Sacre du Printemps. Frühlingsweihe“, uraufgeführt 2013, und seit Sep-tember 2014 in „Frida Kahlo“, einer Uraufführung der Choreographin Undine Werchau.

 

Stefan Kulhawec besticht in seinen Auftritten durch eine überwältigende Bühnenpräsenz. Außergewöhnlich sind seine Fähigkeiten im Pas de deux. Seit seinem Cottbuser Debüt als 19-jähriger in der Rolle des Romeo in „Romeo und Julia“ – die Kritik entdeckte in ihm und seiner Partnerin Venira Welijan das „ideale Paar“ – zeigt er in seinen Arbeiten kontinuierlich höchste künstlerische Qualität. Zahlreiche Soli, z. B. in „Berührungen. Eine Balkan-Rhapsodie“, „Songs For Swinging Lovers“, „Le Sacre du Printemps“ zeugen von einer enormen Wandlungs- und Belastungsfähigkeit, gepaart mit hohem akrobatischen Können. Auch bei kleineren tänzerischen Einsätzen, so z. B. in der Operette „Wie einst im Mai“, in der Oper „Peer Gynt“ oder im musikalischen Programm „Un-term Weihnachtsbaum“, ist er eine wichtige Stütze des Ballett-Ensembles.

 

Karl-Newman-Förderpreisträgerin Bo-Kyoung Kim ist seit Febru-ar 2012 als Solorepetitorin am Staatstheater Cottbus beschäftigt. In dieser Funktion spielt sie in Konzerten auf und hinter der Bühne, solis-tisch oder im Orchester eine Vielzahl an Tasteninstrumente. Sie über-nimmt am Klavier die musikalische Leitung von Proben und Aufführun-gen, betreut das Einsingen des Extrachores vor Vorstellungen und den Kinder- und Jugendchor des Theaters.

 

Bo-Kyoung Kim wurde 1983 in Seoul (Südkorea) geboren. Sie absolvier-te dort von 1999 bis 2002 ein Spezialgymnasium für Musik und studierte anschließend bis 2007 an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Bob Versteeg Musikpädagogik. Nach ihrem Diplom wechselte sie an die Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden, um bis 2011 ihre Ausbildung im Dirigieren und Korrepetieren zu vervollständigen. Seit 2007 arbeitete Bo-Kyoung Kim bereits als Korrepetitorin im Dramati-schen Unterricht, bei Ensembleproben und Aufnahmeprüfungen an der Musikhochschule in Dresden. Sie begleitete Meisterkurse, wirkte an Pro-jekten der Dresdner Opernklasse mit (2009-2011), arbeitete mit dem Dresdner Kammerchor (2009, 2011) und dem Lausitzer Kammerchor (2010). 2011 erhielt Bo-Kyoung Kim einen Lehrauftrag Korrepetition an der Gesangabteilung an der Dresdner Hochschule für Musik.

 

Bo-Kyoung Kim ist eine aufgeschlossene, vielseitig talentierte und pia-nistisch äußerst versierte Künstlerpersönlichkeit, die mit ihrem Können bereits beim Probespiel tief beeindruckte. Bei der Einstudierung neuer Partien ist sie den Sängern dank eines sehr guten Gehörs eine geduldige, sehr exakt arbeitende Partnerin. Ihr freundliches, ermunterndes Auftre-ten wird von allen Kollegen hoch geschätzt. Mit enormem Fleiß erarbei-tete Bo-Kyoung Kim sich seit 2012 ein umfangreiches Opernrepertoire, das sie in den szenischen Proben zur Freude der Dirigenten, Regisseure und Sänger auf hohem pianistischem Niveau präsentiert. In den Phil-harmonischen Konzerten übernahm sie sehr oft heikle Klavierparts. Nicht zuletzt deshalb haben die Mitglieder des Philharmonischen Orches-ters sie intensiv in ihre kammermusikalische Projekte eingebunden, in denen Bo-Kyoung Kim sich sowohl als Solistin wie als Begleiterin profilierte.

 

www.max-gruenebaum-stiftung.de

 

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