Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
RICHARD WAGNERS „GÖTTERDÄMMERUNG“ SCHLIESST DEN „RING DES NIBELUNGEN“ in der Oper Leipzig RICHARD WAGNERS „GÖTTERDÄMMERUNG“ SCHLIESST DEN „RING DES NIBELUNGEN“ in der... RICHARD WAGNERS...

RICHARD WAGNERS „GÖTTERDÄMMERUNG“ SCHLIESST DEN „RING DES NIBELUNGEN“ in der Oper Leipzig

Mit der Premiere des letzten Teils der Tetralogie, am SAMSTAG, 30. APRIL 2016, 16 UHR schließt die

Oper Leipzig einen kompletten szenischen „Ring des Nibelungen“ und vollendet ein Mammutprojekt, welches sie im Mai 2013 begann. Die Geburtsstadt des Komponisten hat damit nach über vierzig Jahren wieder einen der Meilensteine der Musikgeschichte im Repertoire.

Richard Wagners „Götterdämmerung“ ist nicht nur der große Showdown seiner monumentalen Mythentetralogie, es ist vielmehr ein Meisterwerk über das Zusammenspiel von Liebe, Macht und Intrige in einer Welt, der die Götter vollends den Rücken zugekehrt haben. Wagners „Götterdämmerung“ beschreibt den Übergang von der Natur zur Kultur, von der Götterwelt zur Menschenwelt, vom Mythos zur Zivilisation, bis sich nach dem großen Weltenbrand schließlich die Natur wieder ihr Recht verschafft.

 

Dass sich Wotan mit dem Bau von Walhall auf fatale Art und Weise verschuldet hat, wird ihm bereits in der „Walküre“ klar, wo er sich vor seiner Tochter Brünnhilde das Scheitern seines Planes selbst eingesteht und nur noch das „Ende“ herbeisehnt. Immer wieder schlägt der Fluch des Nibelungen Alberich zu und fordert seine Opfer. Eine letzte Hoffnung bleibt: Siegfried, der neue Held. Doch der naive Naturbursche wird Opfer der eiskalten Intrigen einer durch und durch degenerierten Gesellschaft, in der Werte wie Liebe und Freundschaft, Wahrheit und Treue keine Bedeutung haben. So bleibt zum Schluss nur noch der totale Zusammenbruch des Systems als Ausweg für einen Neuanfang.

 

Am Pult des Gewandhausorchesters steht Prof. Ulf Schirmer, Intendant und Generalmusikdirektor. Die Umsetzung des kompletten „Rings“ lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme).

 

Die international renommierten Sänger Christiane Libor und Thomas Mohr debütieren hier in den Partien Brünnhilde und Siegfried. Christiane Libor ist ein regelmäßiger Gast der Oper Leipzig und reüssierte hier als Eva in „Die Meistersinger von Nürnberg“, Ada in „Die Feen“, Isabella in „Das Liebesverbot“, Senta in der konzertanten Aufführung „Der fliegende Holländer“, Elisabeth in der konzertanten Aufführung von „Tannhäuser“. Thomas Mohr war in Leipzig zuletzt als Loge in „Das Rheingold“ zu sehen und wird diesen auch in den beiden „Ring“-Zyklen im Mai und Juni 2016 geben.

 

Text vom Komponisten | In deutscher Sprache. Mit Übertiteln

 

Dirigent Ulf Schirmer

Inszenierung Rosamund Gilmore

Bühne Carl Friedrich Oberle

Kostüme Nicola Reichert

Choreinstudierung Alessandro Zuppardo

Dramaturgie Christian Geltinger

 

Nächste Termine

 

Sonntag 8. Mai 17:00

Sonntag 3. Jul 15:00

Sonntag 26. Mär 2017 17:00

Sonntag 2. Jul 2017 17:00

 

Restkarten für die Premiere der „Götterdämmerung“ gibt es an der Kasse im Opernhaus,

unter Tel: 0341 – 12 61 261 (Mo – Sa 10.00 – 19.00),

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑