Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
STAATSTHEATER KASSEL: DAS LEBEN DER BOHÉME nach dem gleichnamigen Film von Aki KaurismäkiSTAATSTHEATER KASSEL: DAS LEBEN DER BOHÉME nach dem gleichnamigen Film von...STAATSTHEATER KASSEL:...

STAATSTHEATER KASSEL: DAS LEBEN DER BOHÉME nach dem gleichnamigen Film von Aki Kaurismäki

Premiere 13. März 2011, 20.15 Uhr, tif –Theater im Fridericianum. -

 

Die Geschichte von drei arbeitslosen Künstlern, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind - dem Glück und der Liebe.

 

Inspiriert wurde Kaurismäki von Henri Murgers Roman »Scènes de la vie de bohème«, der auch Vorlage für die Puccini-Oper LA BOHÈME war.

 

Der Maler Rodolfo, der Schriftsteller Marcel und der Komponist Schaunard leben wenig erfolgreich, auf eine bessere Zukunft hoffend in Paris. Es sind die Armut und die Liebe, die sie umtreiben. Das Wenige, das sie haben, wird brüderlich geteilt. Als Rodolfo einen reichen Mann porträtiert, bittet er diesen, seinen Mantel auszuziehen und gibt ihn heimlich Marcel. So kann sein Freund in der Zwischenzeit in edler Kleidung zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Und als Marcel den Job bekommt, wird das Gehalt sofort für ein üppiges Essen, gute Anzüge und ein Auto ausgegeben. Ist Geld da, wird gefeiert, ist keins da, geht es auch irgendwie – gespart wird nicht, denn die drei sind sowieso Teil des Prekariats. Mit unkonventionellen Überlebensstrategien kämpfen sie für ihre Lebensweise, mit der selten etwas gewonnen, aber sehr viel verteidigt wird. Als Rodolfo auf Mimi, seine große Liebe trifft, versucht er – mit Hilfe seiner Freunde – dieses Glück um jeden Preis zu bewahren.

 

Der vielfach preisgekrönter Filmregisseur Aki Kaurismäki erzählt in n seinen Filmen (u. a. »Das Mädchen aus der Streichholzfabrik«, »Der Mann ohne Vergangenheit«, »I hired a contract killer«) melancholisch und skurril, lakonisch und humorvoll von Glücksrittern und stolzen Stehaufmännchen, die sich in einen Kampf begeben, von dem sie wissen, dass er nicht zu gewinnen ist.

 

Martin Schulze. Der in Köln lebende freie Regisseur, legt hier seine fünfte Inszenierung am Staatstheater Kassel vor. Mit „Hamlet" wurde er im Jahrbuch „Theater heute" 2009 in der Rubrik „Bester Nachwuchskünstler" genannt. Mit „Unschuld“ von Dea Loher - derzeit noch im Schauspiel des Staatstheaters Kassel zu sehen - war er in der Auswahl für das Berliner Theatertreffen.

 

Inszenierung: Martin Schulze, Bühne und Kostüme: Ulrike Obermüller, Musik: Dirk Raulf, Dramaturgie: Stephanie Winter

 

MIT Bernd Hölscher (Marcel), Enrique Keil (Schaunard), Daniel Scholz (Rodolfo), Alina Rank (Mimi), Thomas Sprekelsen (Chor | Blancheron u. A.), Matthias Fuchs (Chor | Bernard u. A.), Björn Bonn (Chor | Francis u. A.)

 

Nächste Vorstellungen: 17.03., 26.03, 07.04. und 08.04.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑