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Stadttheater Bremerhaven: «La Tragédie de Carmen»

Premiere 31. Oktober 2020 um 19:30 Uhr im Großen Haus

Der französische Schriftsteller Prosper Mérimée veröffentlichte 1847 eine tragische Liebesgeschichte, deren Titelfigur Carmen zum Sinnbild von erotischer Anziehung und entfesselter Leidenschaft wurde. Schnörkellos, ja fast unterkühlt erzählt Mérimée darin von der schicksalhaften Begegnung zwischen dem Sergeanten Don José und der unbändigen Carmen. Für sie gibt er sein bürgerliches Leben auf, desertiert und wird zum Gesetzlosen. Ihr werden seine Besitzansprüche an sie schließlich zu groß. Sie verlässt ihn für den Stierkämpfer Escamillo und wird dafür von Don José getötet.

 

Carmen von Bizet
Georges Bizet diente diese Geschichte für seine 1875 uraufgeführte Oper in vier Akten. Zunächst eher ablehnend vom Publikum aufgenommen, wurde Carmen schon bald zu einem der größten Welterfolge der Operngeschichte. Und die Figur der Carmen zum Inbegriff der Femme fatale.

 La Tragédie de Carmen
1981 nahm sich der Theaterregisseur Peter Brook erneut dieses Stoffes an und schuf gemeinsam mit dem Komponisten Marius Constant und dem Autor Jean-Claude Carrière eine einaktige Fassung von Bizets Oper, die nach dem sensationellen Erfolg in Paris schnell auch im Ausland Verbreitung fand. Fünfzehn Musiker und sechs Darsteller genügen Brook und Constant, um sich wieder mehr der ursprünglichen Geschichte von Mérimée zuzuwenden, ohne dabei auf die vertrauten Melodien der Oper zu verzichten. La Tragédie de Carmen ist eine Reduktion auf das Wesentlichste, eine überaus wirkungsvolle Darstellung einer Frau, die mit sich alleine ihre Tragödie erlebt und konsequent ihren Weg verfolgt – bis in den Tod.

La tragédie de Carmen
Adaption der Oper von Georges Bizet, Henri Meilhac, Ludovic Halévy und Prosper Mérimée von Marius Constant (Komponist), Peter Brook und Jean-Claude Carrière (Verfasser) / in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Marc Niemann
Inszenierung Matthias Oldag
Bühne & Kostüme Susanne Richter
Dramaturgie Juliane Piontek
Regieassistenz & Abendspielleitung Edison Vigil
Studienleitung Hartmut Brüsch
Musikalische Einstudierung Tonio Shiga / Jorrit van den Ham
Inspizienz Regina Wittmar

Carmen
Patrizia Häusermann
Don José
Marco Antonio Rivera
Micaëla
Judith Kuhn
Escamillo
Marcin Hutek
Zuniga
Shin Yeo
Lillias Pastia
MacKenzie Gallinger
Garcia
Patrick Ruyters

13.11.2020 um 19:30 Uhr
21.11.2020 um 19:30 Uhr
02.12.2020 um 19:30 Uhr
05.12.2020 um 19:30 Uhr
10.12.2020 um 19:30 Uhr
18.12.2020 um 19:30 Uhr
25.12.2020 um 19:30 Uhr
30.12.2020 um 19:30 Uhr
17.01.2021 um 15:00 Uhr
30.01.2021 um 19:30 Uhr

 

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