Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Basel, Schweizerische Erstaufführung: ‹Saint François d’Assise› von Olivier MessiaenTheater Basel, Schweizerische Erstaufführung: ‹Saint François d’Assise› von...Theater Basel,...

Theater Basel, Schweizerische Erstaufführung: ‹Saint François d’Assise› von Olivier Messiaen

Premiere 15. Oktober 2020, 19.00 Uhr, Grosse Bühne

Er lebte in freiwilliger Armut und predigte zu den Tieren. Bis heute üben Berichte und Erzählungen über den kurz nach seinem Tod heiliggesprochenen Franziskus von Assisi eine besondere Faszination aus. Das radikale Leben des mittelalterlichen Ordensgründers inspirierte das einzige Bühnenwerk des prägenden französischen Komponisten Olivier Messiaen. ‹Saint François d’Assise› erzählt vom Kampf um den Glauben, von der Auseinandersetzung mit der Angst vor dem Tod und der Sehnsucht nach göttlicher Gnade.

 

Mehr als acht Jahre arbeitete der gläubige Katholik Messiaen an seinen 1983 in Paris uraufgeführten ‹Scènes franciscaines›, die er als sein künstlerisches Vermächtnis betrachtete. Entstanden ist ein beeindruckendes Klangmosaik aus eindringlichen Motiven und intensiven Orchesterfarben. Einen Höhepunkt bildet die grossangelegte Vogelpredigt, in der hunderte Vogelstimmen erklingen, die Messiaen zeitlebens gesammelt und notiert hatte.

Für die schweizerische Erstaufführung am Theater Basel erarbeitet der renommierte argentinisch-französische Komponist Oscar Strasnoy eine neue Orchesterfassung, welche die musikalische Textur von Messiaens Komposition auf besondere Weise unmittelbar spürbar macht.

Intendant Benedikt von Peter inszeniert dieses Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts als existenzielle Grenzerfahrung in einer Welt nach der Katastrophe. Es geht um die letzten Fragen und die Bedeutung des Glaubens für den Menschen. In der spektakulären Raumbühne von Márton Ágh wird das Publikum Teil des Geschehens.

    Musikalische Leitung – Clemens Heil
    Inszenierung – Benedikt von Peter
    Bühne und Kostüme – Márton Ágh
    Lichtdesign – Tamás Bányai
    Sounds – Matthew Herbert
    Chorleitung – Michael Clark
    Dramaturgie – Roman Reeger

    Der Engel – Álfheiður Erla Guðmundsdóttir
    Saint François – Nathan Berg
    Der Leprakranke – Rolf Romei
    Bruder Léon – Jason Cox
    Bruder Massée – Paul Curievici
    Bruder Elie – Karl-Heinz Brandt
    Bruder Bernard – Andrew Murphy
    Bruder Sylvestre – Paull-Anthony Keightley
    Bruder Rufin – Kyu Choi
    Ondes Martenots – Thomas Bloch
    Caroline Ehret
    
Chor des Theater Basel
    Sinfonieorchester Basel

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑