Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Heidelberg: FLUX-Festival - Lokale Tanzszene in BewegungTheater Heidelberg: FLUX-Festival - Lokale Tanzszene in BewegungTheater Heidelberg:...

Theater Heidelberg: FLUX-Festival - Lokale Tanzszene in Bewegung

Vom 24. bis 30. Januar 2022

Das Theater und Orchester Heidelberg lädt in Kooperation mit dem neugegründeten FLUX e.V. Künstler*innen aus der Region ein, die Theater-Spielstätte »Zwinger« zum Ort der tänzerischen Begegnung und Bewegung, zum Ort für Performances, Workshops und vieles mehr werden zu lassen.

 

Copyright: Peter Gutsche

Nach »Solo Fantastico« (2020) und dem »Sonnendeck« während der letzten Schlossfestspiele, initiiert das Theater und Orchester Heidelberg nun ein drittes Projekt, das die sogenannte Freie Szene und das Theater zusammenbringt und den Tänzer*innen, Künstler*innen, Sänger*innen und Musiker*innen eine Bühne gibt, um sich gemeinsam für Kunst und Kultur stark zu machen.

Der neu gegründete Verein FLUX e.V., der sich aus professionellen Tanzschaffenden aus der Rhein-Neckar-Region zusammensetzt, strebt danach, die Freie Tanzszene mit neuen Möglichkeiten des Lernens, Schaffens, Experimentierens und der Kollaboration zu bereichern.

Holger Schultze, Intendant des Theaters, freut sich sehr über die Kooperation: »Allen Kulturschaffenden hat die Pandemie schwer zugesetzt, vor allem der sogenannten ›Freien Szene‹, viele Auftrittsmöglichkeiten und Räumlichkeiten sind durch die Pandemie weggefallen. Mit dem Festival setzen wir nach ›Solo Fantastico‹ und dem ›Sonnendeck‹ erneut ein Zeichen, dass wir uns mit den freien Künstlerinnen und Künstlern solidarisieren. Wir haben eine starke Freie Tanzszene im Rhein-Neckar-Raum und stellen unsere Räume, Bühne und Infrastruktur deshalb gerne zur Verfügung. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir nur Zusammen durch diese schwere Zeit kommen und ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander zwischen institutionellen Einrichtungen und ›Freier Szene‹ ein großer Gewinn für alle ist.«   

Auch der Leiter des Dance Theatre Heidelberg, Iván Pérez, freut sich sehr über die Zusammenarbeit: »Die Tanzszene in der Rhein-Neckar-Region ist so vielfältig und facettenreich, wir freuen uns, die vielen großartigen Choreograf*innen und Tänzer*innen eine Woche zu Gast im Zwinger begrüßen zu dürfen!«

Neuste choreografische Entwicklungen der Tanzszene Rhein-Neckar
Mit »Show Business« von Catherine Guerin startet das Festival in der letzten Januarwoche. Es ist ein zweiteiliger Abend, der hier zum besten gegeben wird, der Bewegung, Text und Musik miteinander verbindet. Das erste Stück »Home Office« zeigt eine spielerische Annäherung an den Ort, an dem die Show wirklich beginnt: bei dem Prozess des Ausfüllens eines Antragsformulars. Der zweite Teil des Abends, »S.O.S.« stellt die Frage, ob Storytelling eventuell eine verlorene Kunst im Tanz sei.

Lorenzo Ponteprimo entwirft für den 25. Januar 2022 mit »Generation DITTO« einen zweiteiligen Abend, der in einer futuristischen Umgebung voller fantastischer Kreaturen verortet ist. Gemeinsam mit seiner Frau Cecilia verleiht er dem fernen Szenario und den hypothetischen Wesen auf der Bühne Gestalt.

Edan Gorlicki beleuchtet am 26. Januar 2022 in »IMPACT« die gesellschaftlichen und individuellen Prozesse, die auf eine Katastrophe folgen und wie der Mensch körperlich auf diese reagiert. Am 27. Januar 2022 folgt mit »Annäherungen« ein dreiteiliger Abend, in dem Julie Pécard, Amelia Eisen und Renan Martins drei voneinander unabhängige Choreografien zeigen, die Freiräume für Gemeinsamkeiten schaffen.

Der 28. Januar 2022 beginnt mit einem Workshop für alle Tango-Begeisterten von und mit Christina Liakopoyloy, der Leiterin des »NOSTOS TANZTHEATERS«, die am Abend mit »War Games« als Choreografin in Erscheinung tritt. Der dreiteilige Abend »Cold Tears«, »Manusz« und »Little Sorrows« beschäftigt sich mit Körpern im Krieg und als »lebende Waffen«, mit Traumatisierung und der Verbindung zwischen Opfern und Tätern. Neben Liakopoyloy stellt Choreograf David Kwiek seine Fähigkeiten hier unter Beweis.

Am 29. Januar 2022 bieten fünf Choreografinnen und Choreografen in kurzen Stücken mit »5 x FLUX« Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Freien Szene – mit Choreografien von Kirill Berezovski, Veronika Kornová-Cardizzaro, Miriam Markl, Cecilia Ponteprimo und Crystal Schüttler

Der letzte Festivaltag am 30. Januar 2022 lässt auch junge Tänzer*innenherzen höherschlagen. Sarah Herr hat mit »Looping Loop« ein Stück geschaffen, in dem drei Tänzerinnen die Routinen des Alltags erforschen und dabei auf lebendige Zahnbürsten und kleine Pulli-Monster treffen. Ein Abenteuer der alltäglichen Dinge für alle ab 5 Jahren.

Zum Abschluss findet ein Zweiteiliger Abend von Jonas Frey statt. In »One of Us & Signature Snippets« spielt der Choreograf mit den Erwartungshaltungen an den urbanen Tanz. Frey und die Tänzer*innen begeben sich auf Spurensuche nach den Ursprüngen der Bewegungen, zerlegen sie in ihre Einzelteile und spielen mit Klischees.

Das Festival wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz

Weitere Informationen sowie Karten unter www.theaterheidelberg.de oder an der Theaterkasse, Theaterstraße 10; 06221 | 58 20 000; tickets@theater.heidelberg.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 23 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑