Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: Kinderoper „Der Eisblumenwald“ von Jörn Arnecke, Deutsches Nationaltheater WeimarUraufführung: Kinderoper „Der Eisblumenwald“ von Jörn Arnecke, Deutsches...Uraufführung: Kinderoper...

Uraufführung: Kinderoper „Der Eisblumenwald“ von Jörn Arnecke, Deutsches Nationaltheater Weimar

Premiere: 23. Mai 2019, 10 Uhr

Eine ungewöhnliche Idee zur Rettung der Natur in einem von Dürre beherrschten Land steht im Zentrum der neuen Kinderoper „Der Eisblumenwald“ von Jörn Arnecke, die als Kompositionsauftrag des DNT Weimar entstanden ist. In der Studiobühne erlebt das Werk nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Jörg Steiner seine Uraufführung.

 

Copyright: Candy Welz

Begleitet von einem Märchenerzähler begeben sich Prinzessin Salicha und der Junge Samir mit dem Schiff auf eine abenteuerliche Expedition zum Südpol. Von dort wollen sie einen Eisberg holen, um das Königreich Amun mit ausreichend Wasser zu versorgen und so das Land wieder fruchtbar werden zu lassen. Unterwegs erleben sie die Gefahren aber auch die Schönheiten der Natur und lernen, dass man sorgsam und nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen umgehen sollte. Die märchenhafte Geschichte erzählt von Freundschaft und vom Mut, aktiv für die Rettung der Umwelt einzutreten und nach Lösungen für die vom Menschen verursachten Probleme zu suchen – mögen sie auch noch so verrückt sein. Der Komponist

Jörn Arnecke hat daraus ein farbenreiches und effektvolles Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren geschaffen, das die Studiobühne zu einem musikalischen Entdeckungsraum werden lässt. Dabei bringen nicht nur die fünf Musiker*innen der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Niuniu Miao Liu ihre Instrumente auf fantasievolle und ungewöhnliche Weise zum Klingen, sondern auch das Publikum ist in die klangliche Gestaltung mit einbezogen.

In Szene gesetzt wurde die Geschichte von der jungen Regisseurin Clara Kalus im originellen und vielfältig wandelbaren Bühnenbild von Alexander Grüner, der auch die Kostüme entworfen hat. Es singen und spielen Giulia Montanari (Prinzessin Salicha), Juliane Bookhagen (Samir), Julius Kuhn (Märchenerzähler) und Andreas Koch (König von Amun / König Lars).

„Der Eisblumenwald“ ist die erste Arbeit von Jörn Arnecke für das DNT Weimar und wurde durch die Ernst von Siemens Musikstiftung finanziert. Bereits als 30-jähriger gewann er mit dem Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals einen der wichtigsten Kompositionspreise Deutschlands. Seit 2009 hat der 1973 in Hameln geborene Komponist eine Professur für Musiktheorie und Gehörbildung an der Weimarer Hochschule für Musik „Franz Liszt“ inne. Viel beachtete Musiktheaterwerke entstanden bisher u.a. für die Hamburgische Staatsoper („Butterfly Blues“, „Das Fest im Meer“), in Zusammenarbeit mit Falk Richter für die RuhrTriennale („Unter dem Eis“), für die Oper Bremen („Kryos“) sowie zuletzt für die Deutsche Oper am Rhein und das Theater Dortmund („Ronja Räubertochter“). Seine Kompositionen kamen zudem bei der Münchener Biennale und an den Opernhäusern Frankfurt, München, Zürich und Prag zur Aufführung.

Das DNT Weimar hat die Kinderoper „Der Eisblumenwald“ sowohl unter der Woche vormittags als auch am Wochenende im Programm.

Weitere Vorstellungen: 25.5. und 10.6, 16 Uhr, 29.5., 11.6. und 2.7., 10 Uhr.

Karten: 6 Euro

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑