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„Die Sache Makropulos“ von Leoš Janáček - Anhaltisches Theater Dessau

Premiere am Samstag, 25. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Großen Haus

Die Handlung beginnt wie ein Krimi und wird zum philosophischen Thriller. Während ein Gericht über einen mehr als 100 Jahre währenden Erbschaftsstreit entscheidet, erscheint die gefeierte Opernsängerin Emilia Marty in der Kanzlei, die einen der Kontrahenten vertritt. Die Diva zeigt ein mysteriöses Interesse an dem Fall und weiß unglaubliche Details über den Anfang des 19. Jahrhunderts verstorbenen Ferdinand Prus mitzuteilen, auf den sich beide Parteien beziehen.

 

Emilia Marty behauptet sogar, dass das bisher unentdeckte Testament alles entscheiden würde. Und sie wisse, wo es versteckt sei. Die Männer, die vor Gericht miteinander ringen, werben um die Gunst der schönen Sängerin, doch sie bleibt seltsam distanziert. Albert Gregor macht der faszinierenden Sängerin Avancen, blitzt jedoch wie alle Männer, die um sie werben, ab. Schrittweise enthüllt der große Komponist Leoš Janáček das erschütternde Geheimnis hinter dieser Frau, das weit über den Rechtsstreit aus dem 19. Jahrhundert hinausgeht. Am Ende dieser Oper steht nicht die Lösung eines Kriminalfalles im Zentrum, sondern die philosophische Frage nach dem Wert von Leben und Tod.

Die Inszenierung liegt in den Händen von Jakob Peters-Messer, der am Anhaltischen Theater bereits Wagners „Der fliegende Holländer“ (2016/17) auf die Bühne brachte. Zuletzt inszenierte er in der Spielzeit 2018/19 Antonín Dvořáks Märchenoper „Katja und der Teufel“, die auch in der aktuellen Spielzeit im Programm ist. Zur Neuinszenierung von „Die Sache Makropulos“ ist noch einmal das Regie-Team der gefeierten „Katja und der Teufel“ nach Dessau gekommen: Für Jakob Peters-Messers Regie hat Markus Meyer erneut die Bühne entworfen, und Sven Bindseil ist wieder für die Kostüme verantwortlich.

Die glanz- und geheimnisvolle Operndiva Emilia Marty ist eine Paraderolle für Kammersängerin Iordanka Derilova, die selbst oft auf tschechischen Bühnen auftritt. Auch wenn sie im Zentrum der Handlung steht, hat Janáček eine Ensembleoper geschrieben – mit vielen wirkungsvollen Partien für KS Ulf Paulsen, Kostadin Argirov, David Ameln, Cornelia Marschall, Don Lee u.a. Mit dem international gefeierten Heldentenor Tilmann Unger hat das Anhaltische Theater Dessau schließlich einen idealen Sänger für die Rolle des Albert Gregor gefunden, eines Mannes, der mit der gleichen Leidenschaft seinen Prozess gewinnen möchte und sich hoffnungslos in Emilia verliebt. Die Anhaltische Philharmonie spielt unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Markus L. Frank.

Mit: KS Iordanka Derilova, Tilmann Unger, David Ameln, Cornelia Marschall, KS Ulf Paulsen, Christian Sturm, Kostadin Argirov, Don Lee u. a.

Anhaltische Philharmonie Dessau

Musikalische Leitung: Markus L. Frank  
Inszenierung: Jakob Peters-Messer  
Bühne: Markus Meyer  
Kostüme: Sven Bindseil
Dramaturgie: Felix Losert

Vorstellungs-Termine: 25.1.20, 19.30 Uhr | 2.2.20, 16 Uhr | 8.2.20, 17 Uhr | 1.3.20, 17 Uhr | 27.3.20, 19.30 Uhr | 19.4.20, 17 Uhr im Großen Haus

Das Bld zeigt Leoš Janáček

 

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