Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung der Kinderoper "Hans im Glück" von David Robert Coleman - Staatsoper im Schiller Theater BerlinUraufführung der Kinderoper "Hans im Glück" von David Robert Coleman -...Uraufführung der...

Uraufführung der Kinderoper "Hans im Glück" von David Robert Coleman - Staatsoper im Schiller Theater Berlin

Premiere am Freitag, 5. Dezember 2014, 18:00 Uhr in der Werkstatt. -----

Nach sieben Lehrlings- und Gesellenjahren erhält Hans zum Lohn von seinem Meister einen großen Klumpen Gold. Nun heißt es für ihn: Hinaus in die weite Welt, jetzt muss er sich im Leben bewähren. Doch unterwegs begegnen ihm immer wieder Menschen, die ihn dazu bringen, seinen Besitz gegen neue Verlockungen einzutauschen:

 

Das Gold gegen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans und die Gans gegen einen Schleifstein – der ihm zu guter Letzt in den Brunnen fällt. Immer wieder erfreut sich Hans am neuen Besitz, der ihn von seinen alten Lasten und Zwängen befreit. Als er auch noch den Stein los ist, kann er sein Glück kaum fassen: Endlich ist er frei.

 

Wer aber macht sein Geschäft mit dem ahnungslosen Hans, der nicht weiß, was er mit seinem Hab und Gut anfangen soll? Wer verdient sich an ihm eine »goldene Nase«?

 

Vertont wurde das Märchen der Gebrüder Grimm als Auftragswerk für die Berliner Staatsoper von Komponist, Dirigent und Korrepetitor David Robert Coleman. Der Rihm-Schüler studierte am Royal College of Music London und am King’s College Cambridge und schrieb Werke für internationale Orchester und Ensembles zeitgenössischer Musik wie für das Ensemble intercontemporain oder das Orchestre Symphonique de Montréal. Für Alban Bergs Lulu in der Regie von Andrea Breth und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim schrieb Coleman 2012 eine neue Fassung des dritten Akts. Der deutsch-englische Musiker ist seit 2010 am Haus engagiert und dirigiert in dieser Spielzeit u.a. Leonard Bernsteins Candide, Footfalls | Neither von Samuel Beckett und Morton Feldman sowie Toshio Hosokawas Matsukaze.

 

Seine Komposition Hans im Glück, die musikalisch den Bogen von Belcanto bis zu zeitgenössischen Klängen spannt, ist dem Ensemble Quillo gewidmet. Die Idee zu dem Projekt hatte Ensembleleiterin Ursula Weiler (Flöte). Neben ihr spielen Alexander Glücksmann (Klarinette), Valentin Butt (Akkor­deon), Martin Smith (Cello) und Rafael Molina Garcia (Schlagwerk). Das Libretto stammt von Dramaturg und Musiktheaterpädagoge Rainer O. Brinkmann, der seit 2001 Leiter der Education Abteilung an der Staatsoper ist.

 

Inszeniert wird die Geschichte von Hans, der in die Welt hinauszieht, um sein Glück zu finden, von der Berliner Regisseurin Julia Haebler, die die Märchenhandlung in den Traum eines kleinen Jungen verlegt. Seit 2007 arbeitet Haebler u.a. am Bremer Theater und an der Semperoper Dresden. Unter der musikalischen Leitung von Harry Lyth – der u.a. Studienleiter und Kapellmeister am Stadttheater St. Gallen war, am Teatro Municipal São Paulo sowie an der Budapester Kammeroper dirigierte und zuletzt an der Staatsoper Berlin Georges Aperghis’ Rotkäppchen musikalisch ein­studierte – singen in wechselnder Besetzung Timothy Sharp / Christian Oldenburg die Titelrolle, Paula Rummel / Sónia Grané alle Tiere und Manos Kia / Jakob Ahles den Meister. Unterstützt wird das Ensemble von zwei Tänzern der Staatlichen Ballettschule Berlin als »Traumgestalten«.

 

HANS IM GLÜCK

Oper für Menschen ab 6 Jahren von David Robert Coleman | Text von Rainer O. Brinkmann

 

Musikalische Leitung

Harry Lyth

Inszenierung

Julia Haebler

Bühne | Kostüme

Georg & Paul

Komposition

David Robert Coleman

Text

Rainer O. Brinkmann

 

Hans

Timothy Sharp

Tiere

Paula Rummel

Meister

Manos Kia

Flöte

Ursula Weiler (Ensemble Quillo)

Klarinette

Alexander Glücksmann (Ensemble Quillo)

Akkordeon

Valentin Butt (Ensemble Quillo)

Schlagwerk

Rafael Molina Garcia (Ensemble Quillo)

Violoncello

Martin Smith (Ensemble Quillo)

 

21 weitere Vorstellungen bis 28. Dezember 2014

Staatsoper im Schiller Theater – Werkstatt

 

Alle Termine, Tickets und weitere Informationen unter Tel. 030 20 35 45 55 sowie www.staatsoper-berlin.de. Buchungen für Schulklassen unter 030 20 35 42 05.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 18 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑