Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung in Gera: Theaterkinderchor mit neuem Kindermusical „Rabenschwester“Uraufführung in Gera: Theaterkinderchor mit neuem Kindermusical...Uraufführung in Gera:...

Uraufführung in Gera: Theaterkinderchor mit neuem Kindermusical „Rabenschwester“

Premiere 28. Mai um 17 Uhr in der Bühne am Park

 

Fricka ist zwölf und Anführerin der Rabenbande, die zum Zeitvertreib auf Raubzüge geht. Die achtjährige Irmelin himmelt Fricka an und will unbedingt deren Bande angehören.

Bei einer Mutprobe verunglückt Irmelin. Im Traum erscheint Fricka der Rabe Hugin und nimmt sie mit an Irmelins Krankenbett. Gemeinsam reisen sie in Irmelins Lieblingsgeschichte „Ygdrasil“. Nach Begegnungen mit fantastischen Wesen wie dem Haupt des allwissenden Riesen Mimir, einem geschwätzigen Eichhörnchen namens Ratatösk oder dem missgünstigen Drachen Nidhög gelingt es ihnen schließlich, Irmelins Schatten herauszufinden und zu erlösen, so dass sie wieder gesund wird.Die Geschichte greift auf Figuren der nordischen Mythologie zurück, um auf die Thematik von Gruppenzwang und Verantwortung aufmerksam zu machen.

 

Nach den großen Erfolgen, die der Theaterkinderchor mit den Musicals „Max und die Zaubertrommel“, „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ und zuletzt „Die chinesische Nachtigall“ hatte, wird die nächste Produktion des jungen Ensembles mit Spannung erwartet. Theater&Philharmonie Thüringen hat extra ein Werk für den Kinderchor der Bühnen der Stadt Gera in Auftrag gegeben: „Rabenschwester“ nennen der Schauspielkapellmeister des Hauses Olav Kröger und die Autorin Yvonne Wachsmann ihr neues Musical für Kinder.

 

Regie führt Conny Poppe, seit der Spielzeit 2008/09 als Regieassistentin im Musiktheater bei Theater&Philharmonie Thüringen engagiert. Die musikalische Leitung am Klavier hat Anna Maria Dukszto. Die Choreinstudierung übernimmt Viktoria Kiss aus dem Opernchor. Für die Ausstattung zeichnet Hilke Förster verantwortlich.

 

Olav Kröger wurde 1965 in Leipzig geboren. Im Alter von 5 Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht. Mit 9 Jahren kam er an die Musikschule Leipzig und trat dort bereits mit Kompositionen hervor. 1976 wurde er in die Kinderklasse der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig aufgenommen. Nach dem Schulbesuch begann er 1982 am gleichen Institut seine Studien in den Hauptfächern Komposition und Klavier. Schon während des Studiums legte er Kompositionen verschiedenster Genres vor, u. a. auch ein Konzert für Streichorchester, das 1985 im Gewandhaus zu Leipzig uraufgeführt wurde. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium absolvierte Kröger ein zweijähriges Meisterstudium für Komposition an der Berliner Akademie der Künste. 1989 kam er als Schauspielkapellmeister an das Landestheater Altenburg. Seine kompositorische Arbeit hat er nie vernachlässigt. Es entstand eine Reihe von Schauspielmusiken. 2001 wurde Krögers „Konzert für Violine und Orchester“ im Leipziger Gewandhaus mit dem Solisten Frank Michael Erben und dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Dimitri Kitajenko erfolgreich uraufgeführt. Auch in Altenburg und Gera stehen Kompositionen von ihm immer wieder auf dem Spielplan.

 

Von 2002 bis 2006 war Olav Kröger als Dirigent, Pianist, Liedbegleiter und Komponist freiberuflich tätig. 2007 kehrte er ans Theater Altenburg-Gera zunächst als Solorepetitor zurück. Heute ist Olav Kröger Schauspielkapellmeister von Theater&Philharmonie Thüringen.

 

Die aus Riesa stammende Autorin Yvonne Wachsmann studierte an der Technischen Universität Zwickau u.a. Deutsch und Ethik (Lehramt) und wechselte später zur Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ nach Leipzig. Dort schloss sie den Studiengang Dramaturgie erfolgreich ab. Bereits 2003 traf sie mit Olav Kröger zusammen. Der Komponist vertonte einige ihrer Arbeiten. So entstanden der Liederzyklus „Abbild und Abglanz“, das “Madrigal II“ und jetzt das Kindermusical „Rabenschwester“.

 

Die nächste Vorstellung ist gleich am 29. Mai, ebenfalls 17 Uhr. Auch zum Kindertag am 1. Juni wird das Musical 17 Uhr gezeigt.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑