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VERNON SUBUTEX nach dem Roman von Virginie Despentes - Schauspielhaus GrazVERNON SUBUTEX nach dem Roman von Virginie Despentes - Schauspielhaus GrazVERNON SUBUTEX nach dem...

VERNON SUBUTEX nach dem Roman von Virginie Despentes - Schauspielhaus Graz

PREMIERE am Donnerstag, den 26. September 2019, 19.00 Uhr, HAUS EINS

Vernon Subutex, Besitzer eines Plattenladens, war immer ein cooler Hund. Doch dann kamen die Digitalisierung, das Internet, unverschämte Mieterhöhungen – und plötzlich ist sein Laden pleite. Eine Weile hält sich der Endvierziger mit dem Verkauf von Restbeständen auf eBay über Wasser, dann mit Gelegenheitsjobs und Arbeitslosenhilfe. Doch als der Popstar Alex Bleach stirbt, der bis dahin seinem Freund die Miete zahlte, wird Vernons Wohnung gepfändet.

 

Copyright: Lukas Dieber

Als Obdachloser übernachtet er bei ehemaligen Geliebten, alten Freunden und neuen Bekannten auf der Couch, bis er ahnungslos seinen größten Schatz, quasi seine Lebensversicherung, verliert: die Aufzeichnung eines Interviews mit Alex Bleach kurz vor dessen Tod, das brisante Details enthält. Das Video ist Gold wert und bald wird Vernon von einer Meute verfolgt, die es ihm abjagen will. Und das ist nur Teil 1 der Romantrilogie. In Teil 2 und 3 wird Vernon u. a. als Obdachloser die Galionsfigur einer utopischen Gemeinschaft, die in der Musik und im Tanz Erlösung sucht.

Ihre früheren Bücher galten als Punk, inzwischen wird Virginie Despentes mit Balzac verglichen. Der dreibändige Bestseller gilt als neues Opus magnum der Gegenwartsliteratur – ein Roman, der so amüsant wie schonungslos die tiefgreifenden Umwälzungen in Kultur, Politik und Wirtschaft der vergangenen Jahrzehnte analysiert. In einem Querschnitt durch die Gesellschaft verleiht Despentes Angehörigen jeder Generation und sozialen Schicht, politischen Orientierung und Desorientierung, jeden Geschlechtes, jeder Kultur und Subkultur unserer Zeit Kontur: egal, ob koksender Börsenmakler, Lotto spielender Penner, brasilianische Transsexuelle, höhere Tochter, liberaler Moslem oder radikal rechter Drehbuchautor. Verschiedensten Zeitgenossen begegnet Vernon bei seinem Abstieg – der eigentlich ein Aufstieg in die Sphären einer zukünftigen Religion ist.

Regie Alexander Eisenach
Bühne Daniel Wollenzin
Kostüme Claudia Irro
Komposition & Musikalische Leitung Benjamin Brachtel
Musikalische Assistenz Lukas Rabe
Video rocafilm
Choreografie Performanceinitiative 22
Dramaturgie Karla Mäder

Mit Henriette Blumenau, Alex Deutinger, Beatrice Frey, Julia Gräfner, Maximiliane Haß, Fredrik Jan Hofmann, Florian Köhler, Katrija Lehmann, Nico Link, Raphael Muff, Marta Navaridas, Clemens Maria Riegler, Evamaria Salcher, Franz Solar, Anna Szandtner, Norbert Wally, Rudi Widerhofer, Franz Xaver Zach

weitere Vorstellungen am 1., 2., 9., 11., 19. und 24. Oktober sowie am 7. November, jeweils 19.00 Uhr, HAUS EINS

 

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