Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM." Ein europäisches Abendmahl von Werner Schwab - Theater Dortmund"ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM." Ein europäisches Abendmahl von Werner..."ÜBERGEWICHT, unwichtig:...

"ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM." Ein europäisches Abendmahl von Werner Schwab - Theater Dortmund

Premiere: 17. Dezember 2017, 18.30 Uhr im Studio

Eine Kneipengesellschaft, abgehängt und abgehangen. Allabendlich dieselbe gestrandete Klientel, bis eines Abends ein junges, hübsches Paar das Lokal betritt. Angestachelt von ihrer schamlos zur Schau gestellten Zufriedenheit wächst bei den Stammgästen die Gier, der Neid – und die Mordlust…

 

Es ist ein schwarzhumoriges, groteskes Universum, in das der österreichische Kultautor Werner Schwab das Publikum entführt. Seine einzigartige, derbe wie tief philosophische Sprache verstört und fasziniert das Publikum nicht erst seit seinem frühen Tod 1994. Mal erinnert sie an Thomas Bernhards aufgeputschte Wortkaskaden, mal an den Volksmund, und allzu oft ist sie schlichtweg unverwechselbares „Schwabisch“. Ein unablässiger Sprachkampf gegen den eigenen Untergang in einer Welt, die die Figuren zu zermalmen droht.

Treffsicher seziert Schwab in seinem „europäischen Abendmahl“ eine monströse Gemeinschaft – reaktionäre Spießer, impotente Lustmolche und linke Weltverbesserer im Kampf gegen das Fremde von außen. Der österreichische Kultautor Werner Schwab (1958-1994) zeigt seine Figuren in einem unablässigen Sprachkampf gegen den eigenen Untergang in einer Welt, die sie zu zermalmen droht.
 

  • Regie und Bühne: J. Lepper,
  • Kostüme: S. Wegmann,
  • Dramaturgie: Michael Eickhoff
     
  • Mit: A. Barth, A. Beck, R. Daboul, C. Freund, F. Genser, M. Keil, U. Rohbeck, F. Tiefenbacher, E. Voges Nana Tchuinang


weitere Termine: 23. Dezember, 7., 10., 21., 26. Januar

Das Bild zeigt Werner Schwab

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑