Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Das mangelnde Licht" nach dem Roman von Nino Haratischwili - Thalia Theater HamburgUraufführung: "Das mangelnde Licht" nach dem Roman von Nino Haratischwili -...Uraufführung: "Das...

Uraufführung: "Das mangelnde Licht" nach dem Roman von Nino Haratischwili - Thalia Theater Hamburg

Premiere am 26. Februar 2022, 19h, Thalia Theater

Manchmal ist mit der Erinnerung keine intakte Gegenwart mehr möglich. Weil es zu schmerzhaft ist, sich unentwegt vorzuhalten, dass man am Leben geblieben ist. Drei Frauen treffen sich 2019 in Brüssel auf der Retrospektive ihrer toten Freundin, einer renommierten Fotografin.

 

Copyright: Alexander Bunge

Ihre Bilder sind Anlass für die gemeinsame Erinnerung, zurück an Tiflis, Ende der 80er Jahre: Vier junge, selbstbestimmte Frauen leben ihre besondere Freundschaft und berauschen sich an ihren ersten Lieben. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Sie feiern die Gnadenfrist, die ihnen die Unkenntnis über die Zukunft gewährt, darüber, was die ersten Jahre der georgischen Unabhängigkeit bringen werden: Bandenkriege, Kalaschnikows und Panzer und einen Staat, der keine Sicherheit mehr garantiert, in dem das Leben zum Überleben wird.

Und trotzdem gab es Menschen, die sich dafür entschieden haben, Menschen zu bleiben und diese Entscheidung gegen alle Widerstände verteidigten. Man hat immer eine Wahl, aber vielleicht nicht immer die Kraft, die richtige zu treffen.

 Hausregisseurin Jette Steckel vollendet mit der Inszenierung von „Das mangelnde

Licht

“ nach „Das achte Leben (Für Brilka)“ und „Die Katze und der General“ die Trilogie ihrer Adaptionen der großen Nino Haratischwili-Romane für die

Bühne

- und widmet sich erneut der Frage nach Verantwortung: Wie handelt man moralisch richtig in einer Welt, die jeder Logik zu entbehren scheint?

Regie
Jette Steckel
Bühne
Florian Lösche
Kostüme
Sibylle Wallum
Dramaturgie
Emilia Linda Heinrich
Musik
Mark Badur
Video
Zaza Rusadze

Choreografie


Yohan Stegli
Licht
Paulus Vogt

Mit
Lisa Hagmeister (Qeto Kipiani)
Maja Schöne (Dina Pirveli)
Rosa Thormeyer (Nene Koridze)
Fritzi Haberlandt (Irine Jordania / Anna Tatischwili)
Ole Lagerpusch (Rati Kipiani / Glatzkopf)
Julian Greis (Guram Kipiani / Guga Koridze / Gio Dvali)
Karin Neuhäuser (Eter Kipiani / Manana Koridze)
Barbara Nüsse (Oliko / Rostom Iaschwili / Tarik)
Sebastian Zimmler (Zotne Koridze / Otto Tatischwili / Rezo)
Jirka Zett (Saba Iaschwili / Lewan Iaschwili)

So
27 Feb 2022, 19:00 Uhr
Di
01 März 2022, 19:30 Uhr
Fr
18 März 2022, 20:00 Uhr
So
20 März 2022, 17:00 Uhr
Mo
28 März 2022, 19:00 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑