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Julia Prechsl inszeniert „Amsterdam“ von Maya Arad Yasur im Staatstheater Darmstadt

Als eines Tages der Postbote eine Rechnung bei einer jungen Frau abgibt, verändert sich binnen Sekunden ihre Welt. Denn sie, als Israelin in Amsterdam wohnend, wird aufgefordert, eine Gasrechnung zu begleichen, die seit 1944 auf ihre Wohnung läuft. Bei dem Versuch, der Geschichte dieses Dokuments auf die Spur zu kommen, wird sie unversehens mit Fragen nicht nur nach ihrer eigenen Identität, Herkunft und Position in der Gesellschaft konfrontiert, sondern auch mit der Aufarbeitung der NS-Zeit in ihrer unmittelbaren Gegenwart.

 

Copyright: Martin Sigmund

„Es ist ein Text, der sich an komplexen Themen und Problematiken unserer Gegenwart abarbeitet,“ erzählt die Regisseurin begeistert, „der es aber dennoch schafft, sie in ihrer Komplexität und Konkretheit zu belassen und nicht zu simplifizieren.“ Ergänzend zu den Darsteller*innen des Schauspielensembles (Anabel Möbius, Naffie Janha, Mariann Yar, Béla Milan Uhrlau) ist mit Chris-Pascal Englund-Braun ein Tänzer und Choreograph im Team. „Maya Arad Yasur hat einen Text geschaffen, der wie ein dichtes Sprachorchester die großen Fragen der Zentralfigur verhandelt.“, so Prechsl. „Ich wollte nach Möglichkeiten forschen, diese textliche Suche in den Körpern der Spieler*innen zu vergrößern und den Text in eine lustvolle physische Übersetzung zu bringen.“

Regie
    Julia Prechsl

Bühne

& Kostüm
    Birgit Leitzinger

Choreografie


    Chris-Pascal Englund-Braun
Dramaturgie
    Oliver Brunner

Mit
    Naffie Janha
    Anabel Möbius
    Béla Milan Uhrlau
    Mariann Yar
    Chris-Pascal Englund-Braun

 Weitere Vorstellungen am 18. Juni sowie 1. und 14. Juli / Kammerspiele
Wiederaufnahme ab 7. Oktober

 

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