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"Die Polnischstunde" von Patrica Nocon in der Kaserne Basel

Premiere: Sa 16.11.2019, 19:00

Die Polnischstunde ist ein performativer Theaterabend über die transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata.

40 Jahre nach der Emigration aus Polen beginnt die Performerin Patricia Nocon ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. In Interviews in Deutschland und Polen bringt sie die Ereignisse der Kriegs- und Nachkriegszeit ans Licht und füllt so Lücken im Familiengedächtnis. Dabei stösst sie auf vielfältige Bewältigungs- und Verdrängungsstrategien, auch bei sich selbst.

 

Es fehlt schlichtweg eine Sprache, das Erlebte zu fassen. Um das Verdrängte sichtbar zu machen und das Unausgesprochene zu benennen beschliesst sie polnisch zu lernen: Die Sprache die aus ihrer Familie verbannt wurde und doch Teil ihrer Identität ist. Zusammen mit der polnisch-schweizerischen Performerin Ewelina Guzik-Zubler nähert sie sich in der Polnischstunde den Geschichten der Vergangenheit an, versucht sie zu entwirren und erzählbar zu machen.

Wo die gesprochene Sprache nicht ausreicht, wo Worte unmöglich oder sogar peinlich werden, bieten Bewegungen und Gesten Wege aus der Sprachlosigkeit. Manchmal hilft nur Schweigen gegen die Übermacht der Vergangenheit.

Konzept, Künstlerische Leitung: Patricia Nocon;
Performance: Ewelina Guzik-Zubler, Patricia Nocon;
Textfassung, Künstlerische Leitung: Sibylle Heiniger;
Bühne, Licht, technische Leitung: Jens Burde;
Videoanimation: Marlon Candeloro;
Kostüme: Ernestyna Orlowska

Koproduktion: CULTURESCAPES Polen, Kaserne Basel, Fabriktheater Rote Fabrik Zürich, TOJO Theater der Reitschule Bern; Gefördert durch den Fachausschuss Tanz & Theater BS/BL

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung vom 18. November.

Eine Veranstaltung im Rahmen von CULTURESCAPES Polen

Weitere Vorstellungen: 17.11., 18.11. jeweils 19:00

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