Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Don Pasquale" - Komische Oper von Gaetano Donizetti - Städtische Theater Chemnitz"Don Pasquale" - Komische Oper von Gaetano Donizetti - Städtische Theater..."Don Pasquale" - ...

"Don Pasquale" - Komische Oper von Gaetano Donizetti - Städtische Theater Chemnitz

Premiere: 12. Mai 2018, 19.00 Uhr im Opernhaus Chemnitz

„Gestern Abend habe ich Don Pasquale aufgeführt. Das Ergebnis war sehr günstig. Ich wurde am Ende des zweiten und dritten Aktes herausgerufen. Nicht ein Stück, von der Sinfonia an, das nicht mehr oder weniger Beifall erhielt. Ich bin zufrieden“, schrieb Gaetano Donizetti in einem Brief an seinen Schüler Matteo Salvi am 4. Januar 1843. Und zufrieden konnte der Meister des Belcanto wahrlich sein.

 

In nur elf Tagen hatte er die Skizze zu Don Pasquale auf das Notenpapier gebracht und damit ein Werk geschaffen, das mit einer Leichtigkeit und einem versteckten Lachen in den Melodien das Publikum weltweit begeisterte.

1. Brief an die Korinther, Kapitel 7: „Wer verheiratet, der tut wohl; wer aber nicht verheiratet, der tut besser.“ Der alte Junggeselle Don Pasquale verbietet seinem Neffen Ernesto, die junge, aber mittellose Norina zu heiraten. Doch Pasquales Leibarzt Malatesta will den Verliebten zu ihrem Glück verhelfen und ersinnt eine Intrige. Der gerissene Doktor entfacht in Don Pasquale romantische Gefühle für Norina, die den alten Herrn zum Schein heiraten und ihm dann das Leben zur Hölle machen soll. Gesagt, getan: Schon kurz nach der Hochzeit verwandelt sie sich von der liebreizenden Braut in eine kommandierende Furie, die verschwenderisch das Geld nur so aus dem Fenster wirft und sich über den alten Pasquale lustig macht. Don Pasquale will nur noch eines: die unsägliche Plage an den Neffen loswerden.

Das Regieteam Nils Braun und Oliver Burkhardt ist Gewinner des Sonderpreises zur Realisierung einer eigenen Inszenierung, den die Theater Chemnitz 2017 innerhalb des internationalen Musiktheaterwettbewerbs für Regie und Bühnengestaltung „Ring Award“ in Graz ausgelobt hatten.

Gewinner sind der erst 20-jährige Regisseur Nils Braun aus Baden-Baden und der Bühnen- und Kostümbildner Oliver Burkhardt. Sie setzen die verzwickte Liebesgeschichte aus Donizettis Zeiten mit den Lebens- und Liebesgewohnheiten unserer heutigen (Online-)Generation in einen Kontext.

Libretto von Giovanni Ruffini und Gaetano Donizetti
(Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln)

Musikalische Leitung: Stefan Politzka
Inszenierung: Nils Braun
Bühne und Kostüme: Oliver Burkhardt
Chor: Pietro Numico

Mit: Noé Colín (Don Pasquale), Andreas Beinhauer (Doktor Malatesta), Cosmin Ifrim (Ernesto), Silvia Micu / Guibee Yang (Norina), André Eckert (Notar); Chor der Oper Chemnitz, Statisterie, Robert-Schumann-Philharmonie

Die nächsten Vorstellungen sind am 25. Mai, 19.00 Uhr und am 31. Mai, 16.00 Uhr im Opernhaus Chemnitz.

Bild: Gaetano Dnizetti

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑