HomeBeiträge
'IMMER NOCH STURM' | SCHAUSPIEL VON PETER HANDKE - Landestheater Linz'IMMER NOCH STURM' | SCHAUSPIEL VON PETER HANDKE - Landestheater Linz'IMMER NOCH STURM' |...

'IMMER NOCH STURM' | SCHAUSPIEL VON PETER HANDKE - Landestheater Linz

PREMIERE FR 6. DEZEMBER 2019, 19.30 UHR KAMMERSPIELE

Auf einer Heide im Jaunfeld steht ein Apfelbaum. An ihm hängen 99 Äpfel. Darunter eine Bank. Und auf der Bank ein Mann, der schicksalhaft mit dieser Landschaft und ihrer Geschichte verbunden ist. Er kommt nicht davon los. Bald kommen – mit dem typischen Jaunfeldschritt – seine Vorfahren auf den Platz. Sie sind noch jung, viel jünger als der Mann, der doch ihr Sohn ist oder Enkelkind.

 

All das mag ein Traum sein oder die Erinnerung an Dinge, die einmal erzählt und dann zu Träumen wurden. „Ihr Vorfahren ihr: Ihr macht mir ganz schön zu schaffen. Wann gebt ihr endlich Ruhe? Wie kommt es bloß, dass ihr fortwährend auftretet?“ Es ist Peter Handkes eigene Geschichte, die Geschichte seiner Mutter, einer Kärntner Slowenin, die sich im Zweiten Weltkrieg in einen Deutschen verliebte. Die Geschichte ihrer Familie und ihres Volkes, mit dem es die Weltgeschichte nicht besonders gut gemeint hat. Und die Geschichte des Widerstands, den die Slowenen gegen die Geschichte leisteten.

Handkes „(Anti-)Nationalepos“ und „Welttheater-Stück“ wurde vielfach ausgezeichnet. In berückend schöner Sprache erzählt es von Glück und Armut, Liebe und Verbannung, von den Wechselfällen der großen Politik und deren immer trügerischen Versprechungen. Unter anderem mit Anna Rieser, Katharina Hofmann und Christian Higer.

Inszenierung Stephanie Mohr
Bühne Florian Parbs
Kostüme Nini von Selzam
Musik Wolfgang Schlögl
Dramaturgie Andreas Erdmann

Christian Higer („Ich“),
Anna Rieser (Meine Mutter),
Katharina Hofmann (Meine Großmutter),
Lutz Zeidler (Mein Großvater),
Julian Sigl (Gregor, "Jonatan", der älteste Bruder der Mutter),
Benedikt Steiner (Valentin, der zweitälteste der Brüder),
Gunda Schanderer (Ursula, "Snežena", Schwester der Mutter),
Markus Ransmayr (Benjamin, der jüngste Bruder)

WEITERE TERMINE 11., 20., 27. Dezember 2019; 3., 14. Jänner; 6., 21. März 2020

Das Bild zeigt  PETER HANDKE

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑