LUCIA DI LAMMERMOOR - Dramma tragico in zwei Teilen von Gaetano Donizetti - Oldenburgisches Staatstheater

Premiere: Samstag, 08. Dezember 2018, um 19:30 Uhr im Großen Haus

Lucia, die aus familienpolitischen Gründen Lord Arturo Bucklaw heiraten soll, liebt den Sohn einer verfeindeten Adelsfamilie, Edgardo di Ravenswood. Ihr Bruder, Lord Enrico Ashton, scheut kein Mittel, diese Liebe zu zerstören. Er gaukelt Lucia die Untreue Edgardos vor und zwingt sie so zur Heirat. Lucia zerbricht an dieser Grausamkeit: Noch in der Hochzeitsnacht ersticht sie im Wahn ihren Ehemann.
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Nicht zuletzt dank der kongenialen Zusammenarbeit Donizettis mit seinem Librettisten Salvatore Cammarano geriet die Uraufführung von ‚Lucia di Lammermoor‘ im Jahre 1835 zu einem der größten Erfolge des Komponisten. Es entstand ein Werk, das sich voll und ganz der Virtuosität des Belcanto verpflichtet fühlt und die Stimmen in wahrhaft himmlische Sphären führt, den hochromantischen Stoff gleichzeitig aber auch in ein berührendes Seelendrama der Titelfigur verwandelt und das düstere Macht- und Intrigenspiel im Schottland des 16. Jahrhunderts packend auf die Bühne bringt.

„Il dolce suono mi colpì di sua voce! …“ – „Der süße Klang seiner Stimme traf mich! …“ – Wenn Lucia mit diesen Worten, vor enttäuschter Liebe wahnsinnig geworden, blutbesudelt vor die Festgesellschaft taumelt, wird sich wohl auch der Macht ihrer Stimme niemand entziehen können … Donizettis ‚Lucia di Lammermoor‘, die bereits das neapolitanische Uraufführungspublikum zu Begeisterungsstürmen hinriss und Primadonnen wie Maria Callas und Joan Sutherland zu legendären Auftritten verhalf, zählt auch heute noch zu den Sternstunden der Belcanto-Oper. Mit Sooyeon Lee aus dem Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters wird eine vielfach preisgekrönte Sängerin in der Titelrolle zu erleben sein, die u. a. als Preisträgerin des ARD-Wettbewerbs und Finalistin der Queen Elisabeth Competition auf sich aufmerksam machte und das Oldenburger Publikum bereits als Marie (‚La Fille du régiement‘), Konstanze (‚Die Entführung aus dem Serail‘) und Gilda (‚Rigoletto‘) begeisterte. 

Für den international renommierten Regisseur und erklärten Donizetti-Fan Stephen Lawless ist nach ‚Anna Bolena‘ im April in Toronto und ‚Roberto Devereux‘ im September in San Francisco die Oldenburger ‚Lucia di Lammermoor‘-Inszenierung bereits seine dritte Donizetti-Arbeit in diesem Jahr.

Libretto von Salvatore Cammarano | nach dem Roman ‚The Bride of Lammermoor‘ von Sir Walter Scott |
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro;
Regie: Stephen Lawless;
Bühne: Benoît Dugardyn, Lionel Lesire;
Kostüme: Susan Willmington;
Choreografie: Lynne Hockney;
Einstudierung Chor: Markus Popp

Mit: Daniel Moon / Kihun Yoon: Lord Enrico Ashton, Sooyeon Lee: Lucia, Jason Kim: Sir Edgardo di Ravenswood, Philipp Kapeller: Lord Arturo Bucklaw, Ill-Hoon Choung / Tomasz Wija: Raimondo Bidebent, Hagar Sharvit / Ann-Beth Solvang / Erica Back: Alisa, Timo Schabel: Normanno; Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

Mit einer Einführung um 19 Uhr
Die nächsten Vorstellungen: Mi 12., Fr 14., Di 18., Mi 26. Dezember

Bild:  Gaetano Donizetti

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