Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
PIETRO MASCAGNIS L’AMICO FRITZ MIT JOSEPH CALLEJA ALS KONZERTANTE AUFFÜHRUNG IN DER ALTEN OPER FRANKFURTPIETRO MASCAGNIS L’AMICO FRITZ MIT JOSEPH CALLEJA ALS KONZERTANTE AUFFÜHRUNG...PIETRO MASCAGNIS L’AMICO...

PIETRO MASCAGNIS L’AMICO FRITZ MIT JOSEPH CALLEJA ALS KONZERTANTE AUFFÜHRUNG IN DER ALTEN OPER FRANKFURT

Sonntag, 11. März 2012, und Dienstag, 13. März 2012, jeweils um 19.00 Uhr. -----

L’amico Fritz ist das zweite Bühnenwerk von Pietro Mascagni (1863-1945), dem Schöpfer des kurz zuvor entstandenen veristischen Einakters Cavalleria rusticana (1890). Nach dem Erfolg seines Erstlings war Mascagni nun bestrebt, ein Werk in gegensätzlichem Stil vorzulegen.

Um diesmal der Musik zu voller Geltung zu verhelfen, machte er sich auf die Suche nach einem eher schlichten Stoff. Fündig wurde der Komponist bei dem 1877 in Paris uraufgeführten pastoralen Idyll L’ami Fritz des Autorenduos Erckmann-Chatrian. Neben vier Librettisten versuchte sich auch Mascagni selbst als Textdichter, so dass der Name des Urhebers schließlich mit dem Anagramm T. Suardon angegeben wurde. Der Erfolg nach der Uraufführung am 31. Oktober 1891 am Teatro Costanzi in Rom stellte übrigens auch die vorab erfolgte negative Beurteilung durch Giuseppe Verdi in den Schatten. In den Jahren nach dem II. Weltkrieg geriet L’amico Fritz jedoch bald in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn das kurze Werk präsentiert eine Fülle eingängiger Melodien, darunter vor allem das sogenannte „Kirschen-Duett“ der beiden Hauptpartien Fritz und Suzel aus dem zweiten Akt.

 

Der reiche Gutsbesitzer Fritz ist ein überzeugter Gegner der Ehe. Daher wettet er mit seinem Freund, dem Rabbiner David, dass er ewig Junggeselle bleiben werde. Sollte er sich jedoch wirklich, wie David behauptet, in naher Zukunft verlieben, wolle er gerne einen seiner Weinberge hergeben. Tatsächlich wirft Fritz schon bald ein Auge auf die junge Suzel, Tochter seines Pächters. Da das Mädchen seine Gefühle erwidert, flieht der Gutsbesitzer zurück in die Stadt. Dort muss er schließlich erfahren, dass die Angebetete nach dem Willen ihres Vaters in Kürze die Ehe mit einem ungeliebten Mann eingehen soll. Als die herbei geeilte Suzel ihre wahren Gefühle aufdeckt und den Geliebten bittet, bei ihrem Vater ein gutes Wort einzulegen, hält auch Fritz nicht mehr mit seiner Zuneigung hinter dem Berg. Der erfreut hinzutretende David gibt der jungen Frau den gewonnenen Weinberg als Mitgift mit in die Ehe.

 

Auch 2011/12 setzt die Oper Frankfurt ihre Reihe mit konzertanten Aufführungen in Koproduktion mit der Alten Oper fort. Die musikalische Leitung dieser konzertanten Aufführung liegt bei dem Italiener Carlo Montanaro, der kurz zuvor für Cileas Adriana Lecouvreur ins Haus am Willy-Brandt-Platz zurückkehrt. Die Titelpartie übernimmt mit Joseph Calleja einer der erfolgreichsten Tenöre der jüngeren Generation. Die Liste seiner Frankfurter Auftritte ist lang – kein Wunder, bezeichnet er doch Intendant Bernd Loebe als einen seiner frühen Förderer. Grazia Doronzio (Suzel) war bis vor kurzem Lindemann-Stipendiatin an der New Yorker Metropolitan Opera und gibt in L’amico Fritz ihr Frankfurt-Debüt. In Deutschland gastierte sie bereits in Düsseldorf und an der Deutschen Oper Berlin. Nach seinen jüngst erfolgten Auftritten als Scarpia in Puccinis Tosca im Opernhaus ist Publikumsliebling Željko Lučić (David) auch hier mit von der Partie. Zehn Jahre lang gehörte er zum Frankfurter Ensemble und ist – inzwischen freiberuflich – immer wieder als Gast am Main zu hören. Angeführt von Tanja Ariane Baumgartner (Beppe) sind alle übrigen Partien mit Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.

 

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 212 49 49 4 (Oper Frankfurt) sowie 069 – 13 40 400 (Alte Oper Frankfurt) oder online unter www.oper-frankfurt.de bzw. www.frankfurt-ticket.de erhältlich

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑