Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Tanzstück "Max Pechstein bewegt. Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" - Theater Plauen-ZwickauTanzstück "Max Pechstein bewegt. Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" -...Tanzstück "Max Pechstein...

Tanzstück "Max Pechstein bewegt. Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" - Theater Plauen-Zwickau

Premiere 11. Januar 2020 um 19.30 Uhr auf der Kleinen Bühne in Plauen

In ihrem neuen Tanzabend entwickelte Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat.

 

 

Copyright: André Leischner

Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte Max Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur finden. Nach seinem Studium gehörte er zur Künstlergruppe Brücke, deren Mitglieder für ihre Arbeit häufig unberührte Landschaften aufsuchten.

So reiste auch Pechstein 1914 auf die Palau-Inseln, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieben. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt, erhielt er 1933 Ausstellungsverbot. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Bildern. Obwohl Hunderte von ihnen konfisziert, vernichtet oder bei Bombenangriffen zerstört wurden, reproduzierte Pechstein etliche Gemälde gegen Ende seines Lebens.

Im Dezember feierte der Dokumentarfilm Max Pechstein. Geschichte eines Malers seine Filmpremiere in den Kunstsammlungen Zwickau. Im Film sind auch Szenen mit dem Ballettensemble des Theaters Plauen-Zwickau zu sehen. Der Film Max Pechstein. Geschichte eines Malers wird bundesweit in Programmkinos gezeigt. Weitere Premieren folgen in England, Italien und in den USA. Eine gekürzte Fassung wird außerdem von MDR, NDR und 3sat ausgestrahlt.

In ihrem Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Bildern und Gedanken eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen; auf vielen seiner Bilder fing er die Bewegungsabläufe von Ball- und Varietétänzern ein oder stellte in seinen Akten das weibliche Schönheitsideal auf den Kopf. Diese in Form und Farbe gefasste Energie kehrt sich mit der Choreografie wieder in Bewegung um.

Choreografie Annett Göhre
Bühne Mireia Vila Soriano
Kostüme Leah Lichtwitz  
Dramaturgie Hanna Kneißler 

Pechstein 1 Vincenzo Vitanza
Pechstein 2 Jeaho Shin
Pechstein 3 Elliot Bourke
Gerbig, Pechsteins Freund Julian Greene
Sehnsucht Jens Weber a. G.
1. Frau Pechsteins Shahnee Page
2. Frau Pechsteins Nicole Stroh
Mädchen Miyu Fukagawa
Bildfiguren, Gesellschaft, Sehnsuchtsbegleiter
Miyu Fukagawa ¬ Momoe Kawamura ¬ Shahnee Page ¬ Justine Rouquart ¬ Nicole Stroh – Elliot Bourke ¬ Julian Greene ¬ Jeaho Shin ¬ Vincenzo Vitanza

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑