Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: MARIE ANTOINETTE - Tanzstück von MEI HONG LIN - Landestheater LinzUraufführung: MARIE ANTOINETTE - Tanzstück von MEI HONG LIN - Landestheater...Uraufführung: MARIE...

Uraufführung: MARIE ANTOINETTE - Tanzstück von MEI HONG LIN - Landestheater Linz

Premiere Samstag, 30. März 2019, 19.30 Uhr; Großer Saal Musiktheater

Marie Antoinettes Schicksal vollzog sich in der Auseinandersetzung mit ihrem Umfeld. Zu Lebzeiten eine Modeikone und zum Inbegriff der lasziven Frau stilisiert, angebetet, angefeindet, verraten und verspottet, widersetzte sich die junge Frau mit dem verschwenderischen Lebensstil der strengen französischen Hofetikette und schuf sich eine alternative Lebenswirklichkeit. Den Umbruch in der französischen Gesellschaft nahm sie erst viel zu spät wahr und ihre Versuche, das Ruder noch einmal herum zu reißen, scheiterten.

 

Copyright: Robert Josipovic

Die Stärke der inzwischen gereiften Königin an der Seite eines überforderten Königs machte sie zum Ziel brutalster misogyner Angriffe. Marie Antoinette wurde als Sündenbock für das Versagen des absolutistischen Herrschaftssystems missbraucht und als Person und Symbolfigur des verhassten Regimes der Zerstörung anheimgegeben. Als sie dies erkennt, ist es zu spät.

Die politischen Ambitionen der österreichischen Prinzessin Marie Antoinette hielten sich in Grenzen, dennoch unterschätzte die Tochter Maria Theresias auf dem französischen Thron die Symbolkraft ihrer Funktion in Zeiten eines – wie man heute weiß – die Welt verändernden sozialen Umbruchs.

Der Aufstand der „gilets jaunes“, der sogenannten „Gelbwesten“ erschüttert derzeit Frankreich in seinen Grundfesten. Zum ersten Mal nach 1789 scheint eine Revolution wieder im Bereich des Denkbaren. Und wieder ist es die soziale Ungleichheit, die die Menschen auf die Straße treibt und der Ruf nach mehr demokratischem Mitspracherecht. Präsident Macron, Symbol des Staates, Politstar und einstiger Hoffnungsträger ist angeschlagen.

Musikalische Leitung Marc Reibel
Choreografie und Inszenierung Mei Hong Lin
Bühne und Kostüme Dirk Hofacker
Lichtdesign Johann Hofbauer
Leitung der OÖ Tanzakademie Ilja van den Bosch
Dramaturgie Katharina John

Die junge Marie Antoinette, österreichische Prinzessin Núria Giménez Villarroya, Marie Antoinette, Königin von Frankreich Kayla May Corbin, Marie Antoinette, im Strom der Revolution Andressa Miyazato, Der französische Dauphin Edward Nunes, König Ludwig XVI. Valerio Iurato, Der gescheiterte König Jonatan Salgado Romero, Hans Axel Graf von Fersen, Liebhaber Marie Antoinettes Yu-Teng Huang, Joseph II., Bruder Marie Antoinettes Hodei Iriarte Kaperotxipi, Prinzessin von Lamballe, Freundin Marie Antoinettes Tura Gómez Coll, Kardinal Fürstbischof von Straßburg Andrea Schuler, Marie Antoinette als Kind Julia Bader / Rebecca Stepan, Ludwig XVI. als Kind Maxim Jurik / Leonid Hönlinger, Der Hof von Versailles / In wechselnden Rollen Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Julie Endo, Urko Fernandez Marzana, Núria Giménez Villarroya, Tura Gómez Coll, Mireia González Fernández, Yu-Teng Huang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Valerio Iurato, Rutsuki Kanazawa, Filip Löbl, Andressa Miyazato, Edward Nunes, Pavel Povrazník, Alessia Rizzi, Lorenzo Ruta, Jonatan Salgado Romero, Andrea Schuler, Kasija Vrbanac

OÖ Tanzakademie am Landestheater Linz

Statisterie des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑