Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: Ballett "Vier Jahreszeiten" von Ricardo Fernando im Staatstheater AugsburgUraufführung: Ballett "Vier Jahreszeiten" von Ricardo Fernando im...Uraufführung: Ballett...

Uraufführung: Ballett "Vier Jahreszeiten" von Ricardo Fernando im Staatstheater Augsburg

Premiere 27.10.2018 19:30 | martini-Park

Stets aufs Neue bewundern wir die Wiederkehr des Grüns im Frühjahr, genießen die langen, warmen Tage des Sommers, erfreuen uns an der Farbenpracht des Herbstes und suchen im Winter Schutz vor Schnee und Kälte. Dieser stete Wandel, der gleichzeitig Beständigkeit und Vergänglichkeit bedeutet, inspiriert seit jeher das künstlerische Schaffen des Menschen. Eines der bekanntesten Beispiele sind die vier Violinkonzerte aus Antonio Vivaldis op. 8, bekannt unter dem Titel »Die vier Jahreszeiten«. Diese musikalischen Gemälde inspirieren Ricardo Fernando zu einer Choreografie, die die Magie der Naturphänomene eindrucksvoll und bildgewaltig in Szene setzt.

 

Copyright: Jan-Pieter Fuhr

Er kombiniert Vivaldis Violinkonzerte mit dem zweiten Violinkonzert von Philip Glass, das den Beinamen »The American Four Seasons« trägt. Die Soloparts der beiden Konzerte übernehmen die Violinistin Agnes Malich und der Violinist Jérôme Ben Haim.

Glass‘ 2009 uraufgeführtes Werk besitzt keine programmatischen Zuschreibungen zu den Jahreszeiten, wie wir sie bei Vivaldi finden. Das eröffnet der Choreografie die Möglichkeit, sich teilweise von der unmittelbaren Naturbebilderung zu lösen und sich gleichermaßen den symbolischen Bedeutungen der vier Jahreszeiten zuzuwenden. So wird Ricardo Fernando auch die Aspekte der vier Lebensalter und den im Mikro- wie auch Makrokosmos beobachtbaren Kreislauf des Lebens in seine Choreografie einfließen lassen. Auf der Bühne wird sich ein poetisches Spiel der Mächte der Natur entfalten, die der Mensch lediglich manchmal zu bändigen weiß, um dann in ihrem Angesicht doch nur wieder seine eigene Bedeutungslosigkeit zu erfahren.

Musik von Philip Glass & Antonio Vivaldi

Choreografie Ricardo Fernando
Musikalische Leitung Ivan Demidov
Bühnenbild Peer Palmowski
Kostüme Helena de Medeiros
Dramaturgie Sophie Walz
Solovioline Agnes Malich (Vivaldi), Jérôme Ben Haim (Glass)

Weitere Termine
4.11.2018 19:00 | martini-Park
9.11.2018 19:30 | martini-Park
17.11.2018 19:30 | martini-Park
24.11.2018 19:30 | martini-Park
4.12.2018 19:30 | martini-Park
7.12.2018 19:30 | martini-Park
13.12.2018 19:30 | martini-Park
15.12.2018 19:30 | martini-Park
23.12.2018 15:00 | martini-Park
9.1.2019 19:30 | martini-Park
10.2.2019 18:00 | martini-Park

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑