HomeBeiträge
CALIGULA von Albert Camus, Theater MünsterCALIGULA von Albert Camus, Theater MünsterCALIGULA von Albert...

CALIGULA von Albert Camus, Theater Münster

Premiere: Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr, Kleines Haus

CALIGULA ist das fulminante Erstlingswerk des gerade 25-jährigen Albert Camus, der damit ungefähr genau so alt war wie sein Titelheld. 1938 konfrontiert der junge Autor sei-ne Zeit mit einem der grausamsten Tyrannen der römischen Geschichte. In nur vier Jah-ren Regentschaft hatte Caligula eine blutige Spur der Verwüstung hinterlassen und fand schließlich durch eine Verschwörung den Tod.

 

 

Der junge Kaiser ist nach dem Tod seiner Geliebten und Schwester Drusilla verschwun-den. Verwirrt und schmutzig erscheint er nach drei Tagen wieder im Palast. Angesichts der Sinnlosigkeit des Todes verzweifelt Caligula an der Welt und fühlt sich ihr zunehmend fremd. »Die Menschen sterben und sind nicht glücklich!« Er fordert das Unmögliche, den Mond, die absolute Wahrheit. Die Senatoren, seine Vertrauten und Freunde und seine Mätresse Caesonia werden unfreiwillig zu Zeugen eines grausamen Experiments. Caligula führt der Welt die Perversion ihrer eigenen Logik vor Augen und verfolgt diese mit eiskal-ter Berechnung bis zum bitteren Ende.

Auch wenn Camus vehement eine politische Dimension seines ¬Stückes abstritt, gilt es als politischer Klassiker der Moderne. CALIGULA ist eine Parabel über Macht und Macht-missbrauch, sowie ein existentialistisches Drama über die Absurdität der Welt: Es ist nicht möglich, alles um sich herum zu zerstören und sich dabei nicht selbst zu vernichten

Inszenierung: Alexander Nerlich
Bühne & Kostüme: Žana Bošnjak
Musik: Malte Preuß
Choreografie: Jasmin Hauck/ Cecilia Wretemark
Dramaturgie: Barbara Bily

Mitwirkende:
Caligula (Joachim Foerster), Lepida (Sandra Bezler), Caesonia (Sandra Schreiber), Mu-cius (Gerhard Mohr), Cherea (Christian Bo Salle), Scipio (Fréderic Brossier)

Weitere Vorstellung im September:
Freitag, 28. September, 19.30 Uhr

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Amerikanische Avantgarde

Mit gleich vier Stücken amerikanischer Choreographen der Moderne, die die amerikanische, aber auch die internationale Tanzszene erheblich beeinflussten, wartet der b40-Ballettabend an der Deutschen…

Von: Dagmar Kurtz

Kein Ort. Nirgends.

Ein goldener Läufer, golden wie eine Rettungsdecke, nimmt die Mitte der Bühne ein. Im Hintergrund liegt ein Mensch in eine graue Wolldecke gehüllt. So beginnt Raimund Hoghes Stück "Lettere amoroso".…

Von: Dagmar Kurtz

Ende einer Spaßgesellschaft

Eine reiche, leicht exzentrische Gesellschaft trifft sich in Hollywood zur Poolparty auf einem luxuriösem Anwesen. Sie hat sich in Schale geworfen, trägt nette 50er Jahre Sommerkleidung. Nur Hermann…

Von: Dagmar Kurtz

Clubnacht

Die Bühne schwarz, der Bühnenboden mit dunkler Erde und Plastikbechern bedeckt. Eine Frau kommt aus dem Dunklen und bewegt sich ganz langsam wie in Zeitlupe vorwärts. Nach und nach kommen weitere…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑