Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: MEER - Schauspiel von Jon Fosse - Theater Konstanz DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: MEER - Schauspiel von Jon Fosse - Theater Konstanz DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG:...

DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: MEER - Schauspiel von Jon Fosse - Theater Konstanz

PREMIERE 11. MAI 2019 - 20:00 - SPIEGELHALLE

In Jon Fosses letztem Theaterstück zeigt sich die ganze Virtuosität seiner preisgekrönten Autorenschaft: Sechs Figuren begegnen sich an einem unbekannten Ort des zugleich Möglichen als auch Unmöglichen.

 

Ich bin der Kapitän. – Ich bin der Gitarrenspieler. Wie eine Beschwörungsformel wiederholen zwei Männer diese Sätze, als müssten sie sich ihrer selbst versichern. Der eine kommandiert ein Schiff, das es womöglich gar nicht gibt; der andere macht Musik, die niemand hört. Beide treiben sie auf einem Meer, das so real wie unwirklich ist, allgegenwärtig und abwesend zugleich, Ort und Nicht-Ort.

Geisterhaft erscheinen bald andere Gestalten: ein junges Paar, ein älteres, vielleicht dasselbe zu verschiedenen Zeiten, vielleicht nur Halluzinationen - Menschen, die einander kennen oder zu kennen glauben, obwohl sie sich nie begegnet sind. Ein unendlich weiter Raum öffnet sich zwischen ihnen, in dem die Sprache zum Rauschen der Wellen wird – gleichförmig und unwirsch, beruhigend und bedrohlich – und das Sein, wie wir es kannten, allmählich mit sich fortträgt.
Erinnerungen und Emotionen kreuzen sich in diesem Traumspiel, das Unbewusstes und Bewusstes zu einem Spiegelbild menschlicher Beziehungskonstellationen verwebt. Es ist, als erwachten auf einmal alle Figuren aus Jon Fosses Stücken und versammelten sich für die Dauer einer Schifffahrt durch imaginäre Leben.

Wulf Twiehaus
studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin und inszeniert seitdem in Deutschland, Ungarn sowie Bosnien und Herzegowina. Von 2007 bis 2010 war er Oberspielleiter am Stadttheater Konstanz, in der Spielzeit 17/18 führte er Regie bei Judas von Lot Vekemans.

REGIE Wulf Twiehaus
AUSSTATTUNG Katrin Hieronimus
DRAMATURGIE Anna-Lena Kühner

MIT
Sarah Siri Lee König (Die Frau), Renate Winkler (Die ältere Frau); Axel Julius Fündeling (Der ältere Mann), Odo Jergitsch (Der Kapitän), Thomas Fritz Jung (Der Gitarrenspieler), Tomasz Robak (Der Mann)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑