HomeBeiträge
John Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ - Württembergische Landesbühne Esslingen John Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ - Württembergische Landesbühne... John Steinbecks „Von...

John Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ - Württembergische Landesbühne Esslingen

Premiere Sa, 09.02.2019, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Ein sandiges Ufer am Salinas River in Südkalifornien. Die Sonne geht gerade unter, als sich George und Lennie auf den Weg machen, die Kleinstadt Weed zu verlassen. Wie viele andere Wanderarbeiter ziehen sie von Farm zu Farm auf der Suche nach Arbeit und mit einem großen Traum vor Augen: Eines Tages ein kleines Haus und ein eigenes Stück Land kaufen und bewirtschaften zu können. Doch der Weg ist steinig: Immer wieder geraten die beiden Freunde durch Lennies Tollpatschigkeit in Schwierigkeiten.

 

Denn der fleißige Arbeiter ist zwar liebenswert, aber "nich besonders scharf im Kopf". Mit kindlicher Faszination beobachtet er die schönen, lieblichen Dinge in seinem Umfeld, von denen er nur schwer die Finger lassen kann. Kaninchen und Mäuse haben es ihm besonders angetan. Doch da er seine außergewöhnliche Muskelkraft nicht richtig einschätzen kann, passiert es ihm schon mal, dass er die Tierchen versehentlich zerdrückt. Um Missverständnisse zu vermeiden, übernimmt George das Reden und Handeln für Lennie. Aber schon an ihrem ersten Arbeitstag auf der neuen Farm kündigen sich Probleme an, als sie dem eifersüchtigen Hitzkopf Curley, dem Sohn ihres Chefs, begegnen. Und als Lennie in den Bann von Curleys Frau gezogen wird, die ihren eigenen Träumen nachhängt, überkommen George schlimme Vorahnungen ...

In John Steinbecks "Von Mäusen und Menschen" ist der verheißungsvolle "American Dream" bereits bröckelig geworden: Statt Glückspilzen und Gewinnertypen begegnen wir zutiefst einsamen Figuren, die auf der Suche nach ihrem individuellen Glück herbe Rückschläge erfahren. In diesem Setting zeichnet Steinbeck, der 1962 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, ein einfühlsames und berührendes Bild einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Männern, die bedingungslos zueinander halten. Sein von vornherein als Schauspiel konzipierter Roman aus dem Jahr 1937 ist zu einem zeitlosen Klassiker geworden, der in den letzten Jahrzehnten mehrfach verfilmt und als Oper sowie als Hörspiel adaptiert wurde.

Regie
    Jürgen Esser
Bühne
    Elisabeth Pedross
Kostüme
    Elisabeth Pedross

Mit
    Lothar Bobbe
    Ricardo Camillo
    Ralph Hönicke
    Benjamin Janssen
    Christian A. Koch
    Antonio Lallo
    Nina Mohr
    Thomas Müller-Brandes
    Florian Stamm

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Kein Ort. Nirgends.

Ein goldener Läufer, golden wie eine Rettungsdecke, nimmt die Mitte der Bühne ein. Im Hintergrund liegt ein Mensch in…

Von: Dagmar Kurtz

Ende einer Spaßgesellschaft

Eine reiche, leicht exzentrische Gesellschaft trifft sich in Hollywood zur Poolparty auf einem luxuriösem Anwesen. Sie…

Von: Dagmar Kurtz

Clubnacht

Die Bühne schwarz, der Bühnenboden mit dunkler Erde und Plastikbechern bedeckt. Eine Frau kommt aus dem Dunklen und…

Von: Dagmar Kurtz

Distanziert

Man hat sich fein gemacht für das Fest bei den Capulets, alles glänzt und glitzert, die Damen tragen weite Tellerröcke…

Von: Dagmar Kurtz

Zwischen Leichtigkeit und Schwere

Mit gleich drei neu konzipierten Stücken wird das Düsseldorfer Publikum vom Ballettabend "B39" in der Deutschen Oper am…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑