Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: FRANKENSTEIN im Theater der Jugend in WienUraufführung: FRANKENSTEIN im Theater der Jugend in WienUraufführung:...

Uraufführung: FRANKENSTEIN im Theater der Jugend in Wien

Premiere: 30. März 2019, 19.30 Uhr, THEATER IM ZENTRUM

Eisige Schauer sind garantiert, wenn sich die Tür zu Viktor Frankensteins geheimem Labor öffnet. Denn dort gelingt dem jungen Studenten das, woran sich Forschung und Industrie bis heute die Zähne ausbeißen: die Erschaffung menschlichen Lebens aus toter Materie. Doch das lang herbeigesehnte Ziel entpuppt sich in der Realität schnell als Albtraum. Entsetzt über das Ergebnis seiner Experimente verstößt Viktor die Kreatur, die er erschuf.

 

Copyright: Rita Newman

Hilflos und vollkommen auf sich allein gestellt führt deren verzweifelte Suche nach menschlicher Wärme und Zuneigung nur zu Ablehnung, Chaos und Leid. Wenn sie von den Menschen eines lernen konnte, so ist es der Hass. Und dieser richtet sich bald gegen den eigenen Schöpfer. Als sich die beiden schlussendlich gegenüber stehen, muss Viktor erkennen, dass seine wissenschaftliche Arbeit viel weitreichendere Folgen hat als er jemals ahnen konnte. Konfrontiert mit seinem eigenen Handeln stellt sich die Frage, wer eigentlich das wahre Monster ist.

Mary Shelleys bahnbrechender Roman erschien vor 200 Jahren und benennt jene Probleme, die uns in Zeiten von Gentechnologie und künstlicher Intelligenz mehr denn je beschäftigen: Wozu ist die Wissenschaft in der Lage – und wo liegen ihre ethischen Grenzen? Kann und soll die Forschung Naturgesetze außer Kraft setzen, um den Tod endgültig zu besiegen? Welche Konsequenzen erwarten uns, wenn der vermeintlich »perfekte Mensch« künstlich geschaffen werden kann? Welchen Vorstellungen und Ansprüchen soll eine solche Lebensform genügen? Was bedeutet es überhaupt, ein Mensch zu sein?

Denn im Herzen ist der moderne Mythos von Viktor Frankenstein und seinem Monster weit mehr als eine Warnung vor den Gefahren maßlosen Forschungsdrangs. Es ist die Geschichte eines Außenseiters, der sich in einer Welt zurechtfinden muss, die ihm mit Ausgrenzung und Unverständnis begegnet.

für Jugendliche ab 11 Jahren

Victor Frankenstein     Jürgen Heigl
Das Monster     Stefan Rosenthal
Justine Frankenstein, Victors Schwester     Christina Constanze Polzer
Elisabeth Lavenza, Victors Freundin     Eva Dorlass
Alphonse Frankenstein, Victors Vater     Uwe Achilles
Del / Lieutenant Kirwin     Rafael Schuchter
Dr. Walton     Daniel Jeroma
In weiteren Rollen     Ensemble
Regie     Felix Metzner
Bühne     Andreas Lungenschmid
Kostüme     Andrea Bernd
Licht     Lukas Kaltenbäck
Kampfcoach     Martin Woldan
Dramaturgie     Gerald Maria Bauer

Vorstellungen  bis 22. Juni 2019

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑