HomeBeiträge
Uraufführung: „Die Freiheit in Abrede“ im Theater Oberhausen Uraufführung: „Die Freiheit in Abrede“ im Theater Oberhausen Uraufführung: „Die...

Uraufführung: „Die Freiheit in Abrede“ im Theater Oberhausen

Premiere: Fr, 1. Dezember 2017, 19.30 Uhr im Saal 2

Während deutsche Journalist*innen (und nicht nur die) monatelang in türkischen Gefängnissen verbringen, ohne dass auch nur eine Anklage gegen sie erhoben wird, zeigt man sich hierzulande besorgt um die Meinungsäußerungen, die im Internet statt finden – hate speech und fake news laden zum Zensieren ein. Doch was hat es mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung überhaupt auf sich? Wie weit darf ich gehen?

 

Copyright: Dirk Laucke (C) privat

Einen Religionsvertreter ein Arschloch nennen, weil er Nichtgläubigen das Menschsein abspricht? Autor Dirk Laucke hat sich bei seiner Recherche in den Meinungsdschungel geworfen, Ketzer interviewt, Martin Luther nackt gesehen und erfahren, dass man den Koran ruhig um ein paar Verse kürzen könnte. De Maiziere quatscht gechillt mit Antisemiten und findet allerhand Waffen bei seinem Lieblingsfeind – den Linken.

Von welcher Freiheit reden wir, wenn wir von Freiheit reden?

Hausautor Dirk Laucke wird in seinen radiophonen Shows und der daraus folgenden Uraufführung der Stimmung im Land und der Idee der Freiheit auf den Leib rücken. Wie bei „Angst und Abscheu in der BRD – Sendezwang“, das im Jahr 2011 am Theater Oberhausen in Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr Premiere feierte, veröffentlicht Laucke in der Spielzeit 2017/18 seine Recherchen aus dem Ruhr- und sonstigen Gebiet.

(Weiter geht es am 25. März 2018 mit der zweiten radiophonen Show „Unter uns Indianern“. Abschließend wird am 3. Juni 2018 die Uraufführung „Nur die Harten (kommen in den Garten)“, zu sehen sein – ein Stück, in welches die Inhalte der beiden Shows einfließen. Regie führt Florian Fiedler.)

Roman- Drehbuch- und Hörspielautor Dirk Laucke hat als Dramatiker zahlreiche Auszeichnungen und Festivaleinladungen erhalten. Zuletzt war von ihm „Angst und Abscheu in der BRD“ am Theater Oberhausen zu sehen.
 

  • Konzept und Regie: Dirk Laucke;
  • Ausstattung: Simone Wildt;
  • Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke;
     

Mit: Christian Bayer, Clemens Dönicke, Ayana Goldstein und Dirk Laucke

Weitere Vorstellung: Fr, 19. Januar 2018, 19.30 Uhr im Saal 2

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Amerikanische Avantgarde

Mit gleich vier Stücken amerikanischer Choreographen der Moderne, die die amerikanische, aber auch die internationale Tanzszene erheblich beeinflussten, wartet der b40-Ballettabend an der Deutschen…

Von: Dagmar Kurtz

Kein Ort. Nirgends.

Ein goldener Läufer, golden wie eine Rettungsdecke, nimmt die Mitte der Bühne ein. Im Hintergrund liegt ein Mensch in eine graue Wolldecke gehüllt. So beginnt Raimund Hoghes Stück "Lettere amoroso".…

Von: Dagmar Kurtz

Ende einer Spaßgesellschaft

Eine reiche, leicht exzentrische Gesellschaft trifft sich in Hollywood zur Poolparty auf einem luxuriösem Anwesen. Sie hat sich in Schale geworfen, trägt nette 50er Jahre Sommerkleidung. Nur Hermann…

Von: Dagmar Kurtz

Clubnacht

Die Bühne schwarz, der Bühnenboden mit dunkler Erde und Plastikbechern bedeckt. Eine Frau kommt aus dem Dunklen und bewegt sich ganz langsam wie in Zeitlupe vorwärts. Nach und nach kommen weitere…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑