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"Waisen" von Dennis Kelly im Burgtheater Wien

PREMIERE 4. April 2019, 20.30 Vestibül

Blutüberströmt stürzt Liam ins Zimmer, in dem sich seine Schwester Helen und ihr Mann Danny gerade einen romantischen Abend machen wollen. Nicht sein Blut, beteuert Liam gleich, das Blut eines auf der Straße niedergestochenen Jungen klebe an ihm, er hätte ihm lediglich helfen wollen. Doch wo ist der verletzte Junge jetzt? Danny greift schon zum Hörer, um die Polizei zu informieren, aber Helen hält ihn auf: Liam ist vorbestraft, da könnte die Polizei falsche Schlüsse ziehen.

 

Copyright: Reinhard Werner/Burgtheater

Immerhin geht es hier um ihren kleinen Bruder, seit dem frühen Tod der Eltern ihre ganze Familie. Und wer wisse schon, ob der zwielichtige Verletzte ihre Hilfe überhaupt verdiene. Doch bei der Schilderung der Vorfälle verstrickt sich Liam zunehmend in Widersprüche, der Helfer verkehrt sich zum Täter. Ein Psychothriller um Liebe, Lügen, Vorurteile und Gewalt nimmt seinen Lauf.

Wie weit würden wir für unsere Familie gehen? Ist Blut wirklich dicker als Wasser? Wo endet unsere Solidarität mit Angehörigen, Mitmenschen, Fremden? Wann opfern wir unser Ideal der Nächstenliebe der Liebe zu unseren Nächsten? Das 2009 erschienene Erfolgsstück des britischen Autors Dennis Kelly untersucht die Mechanismen unserer Hilfsbereitschaft und die Grenzen unserer Loyalität.

    Regie
       Christina Gegenbauer
    Musik
       Matthias Jakisic
    Bühne
       Frank Albert
    Kostüme
       Anneliese Neudecker
    Licht
       Mathias Mohor
    Dramaturgie
       Franziska Eisele

    Helen
       Irina Sulaver
    Danny
       Christoph Radakovits
    Liam
       Valentin Postlmayr

 

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