Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
ANDORRA - Schauspiel von Max Frisch, Theater MünsterANDORRA - Schauspiel von Max Frisch, Theater MünsterANDORRA - Schauspiel von...

ANDORRA - Schauspiel von Max Frisch, Theater Münster

Premiere: Freitag, 22. Dezember, Kleines Haus, 19.30 Uhr Kleines Haus

In Andorra ist man stolz auf sein Land mit den weiß gemalten Hauswänden. Hier ist alles ein wenig besser als andernorts und man weiß auch um die Unterschiede. Man weiß, wie sich ein Jude verhält und dass er besser mit Geld als mit Holz umgehen kann. Andri glaubt, er sei Jude, und verliebt sich in Barblin, von der er nicht weiß, dass sie seine Halbschwester ist. Als Andorra von den »Schwarzen«, einem übermächtigen, rassistischen Staat, bedroht wird, schlagen die alltäglichen Ressentiments in Gewalt um.

 

Andris Vater will seinen Sohn vor der Verfolgung retten, indem er ihm seine wahre Herkunft offenbart. Nicht nur die Liebe zu Barblin ist für Andri plötzlich unmöglich, er kann auch seine Identität als Jude nicht mehr aufgeben. Als die »Schwarzen«, Andorra besetzen, ist die Katastrophe greifbar. Doch niemand schreitet ein, alle sehen tatenlos zu …

Mit dem Stück ANDORRA aus dem Jahre 1961 setzt das Schauspiel Münster seine Beschäftigung mit Klassikern des politischen Theaters der Nachkriegszeit fort. Bereits die Inszenierungen von DRAUßEN VOR DER TÜR  von Wolfgang Borchert und Rolf Hochhuths STELLVERTRETER haben gezeigt, wie kraftvoll diese Geschichten auch unsere Gegenwart spiegeln. ANDORRA ist ebenso eine berührende konzentrierte Familientragödie als auch ein Modellstück über feiges Mitläufertum und Xenophobie, sowie die Frage, ob jede Gesellschaft einen Schuldigen braucht.
 

  • Inszenierung: Laura Linnenbaum
  • Bühne/Kostüme: David Gonter
  • Musik: Lothar Müller
  • Dramaturgie: Barbara Bily
     
  • Mitwirkende: Garry Fischmann (Andri), Natalja Joselewitsch (Barblin), Frank-Peter Dettmann (Der Vater), Regine Andratschke (Die Mutter), Claudia Hübschmann (Die Senora), Christoph Rinke (Der Pater), Jonas Riemer (Der Soldat), Ilja Harjes (Der Wirt), Christian Bo Salle (Der Tischler), Gerhard Mohr (Der Doktor), Bálint Tóth (Der Geselle)


Weitere Vorstellungen im Januar:
Mittwoch, 3. Januar, 19.30 Uhr, Kleines Haus - Freitag, 5. Januar, 19.30 Uhr, Kleines Haus - Donnerstag, 11. Januar, 19.30 Uhr, Kleines Haus - Donnerstag, 18. Januar, 19.30 Uhr, Kleines Haus

Das Bild zeigt Max Frisch

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑