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»Endspiel« von Samuel Beckett im Thater Heidelberg

Premiere 18. März 2022 | 20.00 Uhr | Alter Saal

Der Einakter des irischen Literaturnobelpreisträgers Samuel Beckett gilt als eine der prägnantesten Chiffren der modernen Literatur. Das absurde Theaterstück »Endspiel« zeichnet ein postapokalyptisches Szenario: Es erzählt von Hamm und Clov. Sie spielen. Hamm ist blind und kann nicht gehen, Clov kann nicht sitzen. Die beiden sind aufeinander angewiesen und kommen nicht voneinander los. Sie könnten die letzten Menschen sein, die nach der großen, unbekannten Katastrophe noch leben. Aber zumindest Hamms Eltern sind auch noch da. Sie stecken in Mülltonnen.

 

Copyright: Susanne Reichardt

Becketts 1957 uraufgeführtes »Endspiel« stieß anfangs auf Unverständnis, später auf Euphorie und gehört heute zu den etablierten Größen des Theaterrepertoires. Das Bild der Alten in ihren Mülltonnen hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Hamm und Clov, die nur im Spiel eine Möglichkeit finden, Abstand von ihrer verzweifelten Lage zu gewinnen, sind längst Identifikationsfiguren.

In Holger Schultzes Heidelberger Inszenierung werden Hamm und Clov von den Schauspielern Hans Fleischmann und Steffen Gangloff verkörpert. Auch Hamms Vater Nagg wird von einem bekannten Ensemblegesicht gespielt: Andreas Seifert.  In der Rolle der Nell – Hamms Mutter – wird Gastdarstellerin Elisabeth Auer zu erleben sein. Neben der Regie von Intendant Holger Schultze darf sich das Publikum außerdem auf ein gewaltiges Bühnenbild im Stil eines Luftschutzbunkers von Marcel Keller und Kostüme von Erika Landertinger freuen, die der Bezeichnung »absurd« alle Ehre machen.

Weitere Informationen sowie Karten unter www.theaterheidelberg.de oder an der Theaterkasse, Theaterstraße 10; 06221 | 58 20 000; tickets@theater.heidelberg.de

 

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