Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„I briganti“ Oper von Saverio Mercadante - theater für niedersachsen Hildesheim „I briganti“ Oper von Saverio Mercadante - theater für niedersachsen... „I briganti“ Oper von...

„I briganti“ Oper von Saverio Mercadante - theater für niedersachsen Hildesheim

Premiere 12. September 2020, 19 Uhr

Schillers großes Freiheitsdrama gehört zu Recht zu den bekanntesten Dramen der deutschsprachigen Theaterliteratur. Diese Opernrarität, basierend auf Schillers Klassiker, beleuchtet das Thema der Ausgrenzung, des Dazugehörens und des Überschreitens von sozial festgelegten Grenzen in bester italienischer Belcanto-Manier.

 

Copyright: Julia Moras

Neben Giuseppe Verdi, der mit seinen »I masnadieri« einen Welterfolg verzeichnen konnte, wagte sich auch sein Zeitgenosse Saverio Mercadante an eine Vertonung dieses von Dramatik und Emotionen nur so strotzenden Werkes: Entstanden ist ein Juwel, das trotz seiner erstklassigen musikalischen Qualität in Vergessenheit geriet. In Auftrag gegeben wurde diese Oper übrigens von Gioachino Rossini, der damals Theaterdirektor in Paris war. Eine veritable Rarität, die erst zum zweiten Mal auf deutschen Bühnen zu erleben sein wird!

Das theater für niedersachsen feiert mit der Opernrarität „I briganti“ die erste Premiere der neuen Spielzeit und damit gleichzeitig den ersten Teil der diesjährigen Trilogie. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ziemen und in Szene gesetzt von Manuel Schmitt ist diese Oper von Saverio Mercadante erst zum zweiten Mal auf einer deutschen Bühne zu erleben.

Die Handlung der 1836 in Paris uraufgeführten Oper basiert auf Friedrich Schillers Klassiker „Die Räuber“, setzt allerdings erst im vierten Akt des Dramas mit dem Wiedereintreffen Karl Moors (Ermano) im heimatlichen Schloss ein.

Generalmusikdirektor Florian Ziemen leitet das Orchester, das aufgrund der Corona-Auflagen von geplanten 44 Musikerinnen und Musikern auf 21 reduziert wurde. Der Opernchor, der große Teile von der Hinterbühne aus singt, wird geleitet von Achim Falkenhausen. Mit „I briganti“ stellen sich auch einige neue Ensemblemitglieder dem Publikum vor. So übernehmen Yohan Kim (Ermano) und Zachary Bruce Wilson (Corrado) die Partien des ungleichen Brüderpaars. In der Rolle der Amelia ist Robyn Allegra Parton zu erleben, Bertrando wird gesungen von Eddie Mofokeng.
Für die Ausstattung zeichnet Belén Montoliú verantwortlich. Das Bühnenbild ist das verbindende Element der diesjährigen Räuber-Trilogie, für die die Premiere von „I briganti“ den Startschuss gibt.

Melodramma serio in drei Akten von Saverio Mercadante
Libretto von Jacopo Crescini
in italienischer Sprache
mit deutschen und türkischen Übertiteln

musikalische leitung
florian ziemen
inszenierung
manuel schmitt
bühne + kostüme
belén montoliú
chor
achim falkenhausen

Mit Uwe Tobias Hieronimi (Massimiliano), Yohan Kim (Ermano), Jesper Mikkelsen / Zachary Bruce Wilson (Corrado), Robyn Allegra Parton (Amelia), Neele Kramer (Teresa), Eddie Mofokeng (Bertrando), Julian Rohde (Rollero), Opernchor des tfn, Orchester des tfn, Statisterie des tfn

Karten für „I briganti“ kosten zwischen 12 und 38 Euro und sind im service_center (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter 05121 16931693 sowie online unter www.tfn-online.de erhältlich. Der Einlass beginnt 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Der gastronomische Service steht dem Publikum vor Beginn der Vorstellung sowie in der Pause am Platz zur Verfügung.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑