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Schauspielhaus Graz: "Niemand wartet auf dich" von Lot Vekemans

PREMIERE am 22. September 2020, 19.30 Uhr, HAUS DREI

Lot Vekemans, die holländische Autorin, von der das Stück „Niemand wartet auf dich“ stammt, hat diesen Satz 2018 geschrieben. Zwei Jahre später waren Menschen weltweit wochenlang gezwungen, in ihren eigenen vier Wänden auszuharren. Die Welt kam zum Stillstand. Plötzlich gab es keine großen Reden mehr. Politiker diskutierten nicht monatelang, um sich schließlich doch nicht zu einigen. Es wurde von einem auf den anderen Tag gehandelt.

 

Copyright: Lupi-Spuma, Susanne Konstanze Weber

In einem würde der Großteil der österreichischen Bevölkerung wohl übereinstimmen: Wir wollen Veränderung. Aber wo fängt man am besten an? Vekemans Drama kann einen Impuls dafür geben, über seine Rolle in der Gesellschaft nachzudenken. Die Autorin sieht ihren Text als wichtige Schnittstelle zwischen Bürger*innen und Politiker*innen. Nach der Vorstellung entsteht ein Raum, der für Diskussionen offensteht. Man darf sich gemeinsam fragen: Welche Veränderungen wollen wir? Und wie kann man sie auslösen? Was kann ich dazu beitragen?

Lot Vekemans über ihre Arbeit: „Zwei Themen sind Grundthemen für mich. Das eine ist das Schicksal, das andere die Entscheidung. Es passiert immer etwas, das man Schicksal nennen kann. Manchmal sind das sehr große Sachen, zum Beispiel der Tod. Aber es kann auch das Schicksal anderer sein. Zum Beispiel kann ich etwas tun, was große Folgen hat für einen anderen, und dann bin ich das Schicksal für eine andere Person.“  In „Niemand wartet auf dich“ zeigt die Autorin, dass man sich nur dafür entscheiden muss, etwas zu tun.

Zum Regisseur
Jochen Strauch, Jahrgang 1971, ist gelernter Theaterregisseur. Seine ersten Engagements führen ihn vom Schauspiel Köln über die Münchner Kammerspiele ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg, wo er als Dramaturg und Regisseur arbeitet, eine internationale Schreibwerkstatt mit aufbaut und in ersten Stücken die Idee vom Jungen Schauspielhaus etabliert. Von 2002 bis 2009 inszeniert er freischaffend und begleitet Stücke bei ihrer Entstehung sowohl als Autor als auch als Regisseur. Er inszeniert zeitgenössische Dramatik, Klassiker und musikalische Produktionen, u.a. in Bonn, Hamburg, Kassel, Lübeck, Rom, Zürich.
Von 2006 bis 2009 ist er Stipendiat eines Masterprogramms an der Universität Zürich für Führungspositionen in Kunstinstitutionen. 2009 graduiert er als Executive Master in Arts Administration und wird noch während seiner Masterarbeit über Kunstsponsoring als Kommunikationsexperte ans Thalia Theater in Hamburg engagiert. Das von ihm entwickelte Programm Thalia Kulturlandschaften wird 2014 ausgezeichnet bei „Deutschland – Land der Ideen.“
Seit 2017 arbeitet er wieder als freier Regisseur. Mehr als zuvor liegt sein Interesse in genre- und spartenübergreifender Arbeit, die ihn u.a. nach Berlin, Darmstadt, Regensburg, Rostock, Saarbrücken und Wilhelmshaven führt. So ist beispielsweise gerade „Die Orestie“ in Planung als Crossover zwischen Schauspiel und Tanztheater.
Zuletzt inszenierte er die Klassiker „Hamlet“ und „Nathan der Weise“, die zeitgenössische Oper „Soldier Songs“ des New Yorkers David T. Little, „1984“ in einer eigenen Fassung nach dem Roman von George Orwell und „Oleanna“ von David Mamet sowie die Jugendstücke „#diewelle2020“ in einer eigenen Adaption nach dem Roman von Todd Strasser und „Dschabber“ des ägyptischstämmigen Kanadiers Marcus Youssef, ausgezeichnet mit dem Berliner IKARUS 2019.

Eine mobile Produktion das Verhältnis von Politik und Zivilgesellschaft für Rathäuser und Gemeindesäle in Graz und in der Steiermark.

Regie     Jochen Strauch
Bühne  Kostüme    Kathrin Eingang
Dramaturgie    Karla Mäder

Mit    Susanne Konstanze Weber

Weitere bereits disponierte Vorstellungen am 29. September und 1. Oktober, jeweils 19.30 Uhr sowie am 23. Oktober um 20.00 Uhr, HAUS DREI
 
Tickets
T 0316 8000, F 0316 8008-1565, E tickets@ticketzentrum.at
I www.schauspielhaus-graz.com

 

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